Schlagwort-Archive: Burn Out

Solidarität mit den kämpfenden KAV Bediensteten!‏ Dreiviertel für Streik!

Am 14.9. startete die GdG eine Kampagne für bessere Arbeitsbedingungen im Wiener Krankenanstaltenverbund! Begleitet wird jene von einer Befragung der KAV Bediensteten, 10.000 haben bislang (Info vom 15.9.) mitgemacht. Davon sind Dreiviertel einem Streik gegenüber positiv eingestellt! [via] Weiterlesen

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„Dramatische Zahlen“

Mauritz, Ernst: „Dramatische Zahlen“. Kurier, 18. 6. 2011, 17.

Psychische Leiden nehmen stark zu

900.000 Menschen nahmen 2009 wegen psychischer Probleme Leistungen der Krankenkassen in Anspruch.

VON ERNST MAURITZ Weiterlesen

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Offener Brief: Für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen – STREIK!

Offener Brief von „Solidarisch G’sund“ an den Zentralbetriebsrat der Kärntner Landeskrankenanstalten

An den
Zentralbetriebsrat der Kärntner Landeskrankenanstalten
z.Hd. Arnold Auer
sowie Betriebsratskolleg/innen
c/o Klinikum Klagenfurt
St. Veiterstraße 34
9020 Klagenfurt

Klagenfurt / Villach, Juni 2011

Offener Brief: Für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen – STREIK!

Sehr geehrter Herr Betriebsratsvorsitzender!

Sehr geehrte Betriebsräte und Ersatzbetriebsräte!

Wir – die Initiative „Solidarisch Gsund – Für ein Öffentliches Gesundheitswesen“ schreiben Ihnen in tiefer Sorge über die gegenwärtigen Entwicklungen. Wie wir sowohl aus Gesprächen mit Mitarbeiter/innen der KABEG als auch aus zahlreichen Medienberichten entnehmen müssen, droht die ohnehin schon angespannte Lage durch weitere Personalreduktionen gänzlich unannehmbar zu werden. Zustände, die bereits heute zu massenhaftem Burn-out eines engagierten Personals führen, wie AK und ÖGB feststellen, könnten zu lebensbedrohlichen Verhältnissen für Patient/innen werden.

Umso erstaunlicher ist, dass nach der erfolgreichen Kundgebung im Juli 2010 bislang nichts über geplante Kampfmaßnahmen, die damals in Aussicht gestellt worden sind, an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Auch öffentliche Äußerungen von Betriebsräten, weiteren Verschlechterungen und insbesondere dem Personalabbau entgegenzutreten, haben weder zu sichtbaren Aktionen noch zu Erfolgen geführt. Dies erfüllt uns mit großer Beunruhigung, denn

  • durch schlechte Arbeitsbedingungen fühlen wir uns als (potenzielle) Patient/innen genauso bedroht wie die Mitarbeiter/innen der KABEG;
  • die Gesundheitsversorgung ist keine x-beliebige Sozialleistung, die man nach politischem Gutdünken an die Budgetlage anpassen kann, sondern laut Art. 12 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (International Covenant on Economic, Social and Cultural Rights, ICESCR, kurz UN-Sozialpakt, von Österreich 1973 unterzeichnet und 1978 ratifiziert) ein Menschenrecht. Punkt 47 des autoritativen Rechtskommentars des Committee on Economic, Social and Cultural Rights dazu hält unmissverständlich fest, dass das Recht auf Gesundheit, genau gesagt: auf den bestmöglichen Gesundheitszustand von keiner Bedingung abhängig ist und unterschiedslos für alle Menschen gilt. Es ist insbesondere unabhängig von wirtschaftlichem Wachstum, und hängt lediglich von der Verfügbarkeit der dafür notwendigen physischen Ressourcen ab. Wenn ein Staat behauptet, er verfüge nicht über die nötigen Ressourcen, so muss er nachweisen, dass er dennoch alle verfügbaren Ressourcen, um das Menschenrecht auf Gesundheit zu wahren, ausgeschöpft hat;
  • eine passive Haltung erweckt in der Öffentlichkeit den Eindruck, dass „Sanierungen“ berechtigt seien bzw. gar nicht an die Substanz des Gesundheitswesens gingen. Außerdem ermutigen sie die „Sanierer/innen“ nur zu weiteren Schnitten;
  • erst durch offensive, kämpferische Maßnahmen für menschliche Arbeitsbedingungen besteht überhaupt die Chance, in der Öffentlichkeit Verständnis für die Nöte des Gesundheitswesens zu entwickeln.

Aus den genannten Gründen wollen wir Sie ermutigen, kämpferische Maßnahmen (Streik) vorzubereiten bzw. zu planen. Anders wird die schleichende Erosion und bald vielleicht schlagartige Zerstörung eines bis dato noch guten öffentlichen Gesundheitswesens nicht aufzuhalten sein. Dies zeigen auch die jüngsten Auseinandersetzungen in der Steiermark: Trotz einer breiten Mobilisierung werden die „Sparpakete“ durchgezogen, weil auf verbale Ankündigungen keinerlei ernstzunehmende Maßnahmen folgen.

Wir als Initiative „Solidarisch Gsund“ würden Sie bzw. die streikenden Belegschaften durch Akte der Solidarität (Presseaussendungen, Solidaritätskundgebungen, Straßenaktionen, organisatorische Unterstützung, Medienarbeit, Vernetzung etc.) im Rahmen all unserer Möglichkeiten unterstützen!

Mit solidarischen Grüßen für die Initiative „Solidarisch Gsund“
Mag. Walther Schütz

Koordinationsstelle

P.S.: Über einen baldigen Gesprächstermin würden wir uns sehr freuen!

Der offene Brief hier zum Download und zur Weiterverbreitung

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AKH: Einsparung bedroht Versorgung

Laut aktuellem ORF-Bericht droht sich die Versorgung der Patient_innen im AKH Wien durch Einsparungsmaßnahmen zu verschlechtern.

Im AKH droht aufgrund von Einsparungen eine deutliche Reduktion der Ärztenachtdienste. Alle Kliniken sollen betroffen sein, der Betriebsrat sieht die Personalsituation als „eigentlich unerträglich“

– so der Bericht.

Offen bleibt, warum der Betriebsrat eigentlich keine Kampfmaßnahmen ergreift, um die „eigentlich unerträgliche Situation“ zu beenden.

Ein älterer Beitrag zeigte, wie unhaltbar die Zustände im Gesundheitswesen – nicht nur in Wien – sind.

Ausführliche Links zu den Studien von AK Wien und NÖ sowie Ärztekammer NÖ zu Burn Out und Burn Out-Gefährdung im Gesundheitsbereich gibt es hier.

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Die geprügelten Hunde des steirischen Pflegenotstands

oder: Streiken fördert Ihre Gesundheit

AK und Gewerkschaft orten ein massives Problem in der Pflege. Eine von AK Wien, AK NÖ und der Niederösterreichischen Ärztekammer in Auftrag gegebene Studie sieht rund ein Drittel der Gesundheitsbediensteten in Wien und NÖ durch Burn Out gefährdet. Das dürfte in der Steiermark nicht anders sein. Die nun trotz Protesten beschlossene 25%-Kürzung des steirischen Landesbudgets für Gesundheit, Soziales, Bildung und Kultur verschärft den Pflegenotstand. Streiken fördert Ihre Gesundheit.

von Andreas Exner Weiterlesen

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Psychische Überlastung im Pflegedienst – Kollektive Alternativen statt individueller Psychologisierung

Ein ORF-Bericht zeigt, wie auf marktwirtschaftliche Effizienz bedachte, hierarchische Arbeitsverhältnisse jene, die eigentlich Pflegebedürftige pflegen sollen, selbst der Pflege bedürftig werden lässt. Weiterlesen

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