Schlagwort-Archive: Gewerkschaft

Wir sind Gewerkschaft! – Organizing im Gesundheitssektor

wir_sind_pflegekrDas Schlagwort „Organizing“ ist in die gewerkschaftliche Diskussion in Österreich eingezogen. Organizing meint Beteiligung und Mobilisierung rund um Themen der Beschäftigten. Organizing will gewerkschaftliche und betriebsrätliche Strukuren im Betrieb, in einem Konzern, in einer Branche stärken. Im September 2014 startet in Linz ein Organizing-Lehrgang im oberösterreichischen Gesundheitssektor.  Weiterlesen

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Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung UNDOKumentiert Arbeitender eröffnet im ÖGB-Haus

eröffnung undok-anlaufstelleLohnarbeit von Migrant_innen ohne Aufenthalts- und/oder Arbeitspapiere ist unsicher, schlecht bezahlt und oft gefährlich. Nun eröffnen Gewerkschaften und andere Interessenvertretungen gemeinsam mit NGOs, migrantischen Selbstorganisationen und antirassistischen Aktivist_innen in den Räumlichkeiten des ÖGB die UNDOK-Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender. Weiterlesen

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Who cares? Eindrücke vom Symposium für Gesundheit und Pflege in Bratislava

Gemeinsam mit der slowakischen Gewerkschaft SOZ ZaSS (Slovenský odborový zväz zdravotníctva a sociálnych služieb) organisierte der ÖGB Ende Jänner ein Symposium zu „Status Quo und Zukunft der Pflege in der Slowakei und Österreich“. Hintergrund der Tagung bildete „Arbeitsmarkt+“, ein Projekt österreichischer und slowakischer Gewerkschaften (http://www.arbeitsmarktplus.eu). Ziel des Symposiums war der Informationsaustausch zwischen Betriebsrät*innen, Gewerkschafter*innen und Kolleg*innen aus der Pflege aus beiden Ländern. Vertreter*innen der Gewerkschaft vida und der slowakischen Gewerkschaft SOZ ZaSS hielten u.a. Vorträge über die demografische Entwicklung in der Slowakei und die daraus resultierenden Folgen für die Pflege.

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BAGS-KV für Gesundheits- und Sozialbereich: Gewerkschaft ermöglicht Umgehung der eigenen Kollektivverträge

[via Aktive Arbeitslose]

Aktive Arbeitslose starten Petition gegen die sittenwidrige Transitarbeitskräfteregelung

(Wien/Graz, 23.12.2013) Kein Weihnachtsgeschenk gibt es für Menschen, die unter Androhung des Existenzentzuges vom AMS auf den „2. Arbeitsmarkt“ gezwungen werden, denn ihnen werden dank einer „Transitarbeitskräfteregelung“ im BAGS-Kollektivvvertrag weiter als ArbeitnehmerInnen zweiter Klasse behandelt. (Der BAGS-KV gilt für alle Beschäftigten des Gesundheits- und Sozialbereichs.) Weiterlesen

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Leserbrief zum Thema: KV-Abschluss für Pflege- und Sozialberufe

To: leser@kronenzeitung.at

Sehr bedauerlich, dass es für die Pflege- und Sozialberufe nicht mehr als 2,75% gibt. Ein anständiger Streik in einem Superwahljahr hätte die Frage mal anders gestellt. Angesicht der immer größer werdenden Gruppe von Pensionisten, die in den nächsten 20 Jahren zu Pflegefällen werden können, wäre bei entsprechender Solidarisierung von Pflegekräften und Betroffenen bzw. deren Angehörigen jede Regierung in die Knie zu zwingen. In Finnland hat sich im Wahljahr 2007 eine Lohnerhöhung von 24% durchbringen lassen. Und was Pflegekräfte wirklich leisten, das würde sich erst in einem Streik zeigen, der mindestens zwei Wochen dauert. Hätte man dann auch mit 2,75% abgeschlossen? Warum traut sich die Gewerkschaft nicht, einen Streik auszurufen?

Michaela Molnar

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Solidarisch G‘sund: Plattform für ein öffentliches Gesundheitswesen

ursprünglich erschienen in „Contraste“, Nov. 2012

Seit die Welthandelsorganisation WTO die Gesundheit zum neuen Markt erklärt hat, steht sie unter Beschuss. Die immer schärfere Diktatur des Marktes hat noch eine zweite Front: die Behauptung, der Staat könnte sich unsere Gesundheit nicht mehr leisten. Tatsächlich haben Kapitalgewinne, Spitzeneinkommen und große Vermögen jedoch gerade in der Krise weiter zugenommen – zulasten der Lohnabhängigen. Dabei haben Richard Wilkinson und Kate Pickett in dem Buch „The Spirit Level. Why Equality is Better for Everyone“, erschienen 2009 bei Penguin Books, gezeigt: In den Industrieländern verursacht vor allem die Einkommensungleichheit Krankheiten. Es ist nicht das absolute Reichtumsniveau, das zählt. Es kommt auf die Gleichheit der Einkommen an.

Die Einnahmesituation jedoch ist nur eine Komponente. Ganz unabhängig von ihr gibt es genügend Spitäler, Medikamente und Geräte oder die Möglichkeiten, sie zu produzieren, sowie das Wissen, um weltweit ein öffentliches Gesundheitswesen zu organisieren. Die Kriterien des Kapitalismus, Finanzierbarkeit und Konkurrenzfähigkeit, stehen dem allerdings entgegen. Dabei hält auch der von fast allen Staaten der Welt, darunter Österreich, unterzeichnete UN-Sozialpakt fest, dass das Recht auf Gesundheit unter maximalem Einsatz aller physischen – im Unterschied zu den monetären – Ressourcen zu wahren ist und nicht von wirtschaftlichem Wachstum abhängig gemacht werden darf.

Das ist der Hintergrund der Initiative „Solidarisch G’sund“. Der konkrete Anlass der Gründung 2010 war die schleichende Privatisierung des Landeskrankenhauses Klagenfurt in Kärnten (Österreich). Eine Gesetzesnovelle führte zu einer Protestaktion der Gewerkschaft und zur Bildung der Initiative durch eine Gruppe von Krankenhausangestellten und politischen AktivistInnen.

Bald hatte die Gruppe unter Feedback von Public Health-ExpertInnen, MedizinerInnen, GewerkschafterInnen und GesundheitsjournalistInnen ein Basispapier verfasst, das Gesundheit in einen gesellschaftlichen Kontext stellt. Es geht demnach sowohl um ein öffentliches Gesundheitswesen als auch um eine Überwindung des krankmachenden Kapitalismus, hin zu einer Solidarischen Ökonomie.

Mehr als 330 Einzelpersonen und mehrere Organisationen unterstützen die Forderungen, darunter die Landesorganisation Kärnten des österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), Attac, die Katholische Sozialakademie, der Verein SOL (Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil) und das Kärntner Armutsnetzwerk. Der Facebook Account „Solidarisch G’sund“ zählt heute mehr als 4.300 friends und der Weblog bietet regelmäßige News aus dem Gesundheitsbereich und eigene Artikel.

„Solidarisch G’sund“ organisierte 2011 eine wichtige Veranstaltung in Kärnten, an der mehrere Gewerkschaftsaktive teilnahmen, die Streiks im Gesundheitswesen organisiert hatten. Vielleicht inspirierte dies die Plattform 25 in der Steiermark zu einer ähnlichen Veranstaltung im Jahr darauf und den ÖGB Kärnten, gegen Verschlechterungen im Landeskrankenhaus Wolfsberg mit Streik zu drohen.

„Solidarisch G’sund“ ist inzwischen die lokale Gruppe des Equality Trust in Österreich, der von Richard Wilkinson, Kate Pickett und anderen gegründet wurde, um die gesundheitsschädliche soziale Ungleichheit zurückzudrängen. Der Equality Trust hat sich die Verbreitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse von Richard Wilkinson und Kate Pickett zum Ziel gesetzt und engagiert sich für die Zunahme sozialer Gleichheit unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Wirtschaftswachstum aus ökologischen Gründen keine Lösung für soziale oder gesundheitliche Probleme in den reichen Ländern sein kann. Hier bleibt noch sehr viel zu tun.

Anstatt etwa die Ursachen für die zunehmende Fettleibigkeit anzugehen, nämlich soziale Gleichheit zu fördern, wird zum Beispiel auch in Österreich eine so genannte Fettsteuer diskutiert. Und die Privatisierung schreitet voran.

Das aktuelle Projekt von „Solidarisch G’sund“ ist ein Buch zum Thema Gesundheit aus emanzipatorischer Sicht unter Beteiligung von KollegInnen aus Deutschland. Darin wird für eine Solidarische Ökonomie der Gemeingüter anstelle des krankmachenden Kapitalismus und seines immer schlechteren „Gesundheitssystems“ argumentiert.

Weblog und Kontakt: http://solidarischgsund.org / solidarischgsund@hotmail.com

Wer die Forderungen von Solidarisch G’sund unterstützen will, kann das hier tun: http://www.ipetitions.com/petition/solidarischgsund/

 

 

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Arbeiten bis ins Grab

via Streifzüge, aus: Junge Welt, 24. Juni 2011

Tschechien: Ungeborene sollen noch mit 73 arbeiten. Beschluß zur Zwei-Klassen-Medizin. Größter Streik seit 1989

von Tomasz Konicz Weiterlesen

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