Schlagwort-Archive: Privatisierung

Gesundheitspolitik als Handlungs- und Politikfeld der Linken

[via malmö]

Das Gesundheitsthema ist für die Linke fast ein Blindbereich. Dies fällt umso mehr ins Auge, vergleicht man damit die Prominenz der Gesundheitsdebatte in den Massenmedien und staatlichen Diskursen. Weiterlesen

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„Lesenswerter Sammelband“: Gesundheit für Alle! – Rezension von Peter Fleissner

mandelbaum buchInitiative Solidarisch G’sund: Gesundheit für alle!  INTRO.  Technische Herausgeber: Andreas Exner und Werner Rätz.  mandelbaum kritik & utopie, Wien 2013, 192 Seiten, 12 Euro, http://www.mandelbaum.at/books/806/7458

Buchbesprechung von Peter Fleissner [via Volksstimme, November 2013] Weiterlesen

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Gesundheit ist eine Ware. Mythen und Probleme des kommerzialisierten Gesundheitwesens

gesundheit ist ware[via Volksstimme, November 2013]

Gesundheit ist eine Ware„, Broschüre der RLS zum Gratisdownload

Rezension von Andreas Exner

Die Debatte um Gesundheit wird in allen Massenmedien geführt, sie prägt viele Alltagsgespräche und den staatlich-politischen Diskurs. Doch im Verhältnis zu dieser Omnipräsenz weist wohl kaum eine andere Debatte derart viele Blindstellen und gezielte Desinformationen auf. Weiterlesen

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„Gesundheit für Alle!“ in Wien: Buchpräsentation im Rahmen der Kritischen Literaturtage, 10. November

solidarisch gsund

Diskussion angesichts des Erscheinens von „Gesundheit für Alle!“, mandelbaum kritik & utopie INTRO, 2013

Sonntag, 10.11.2013, 14.30 Uhr
in der Galerie AU, Brunnengasse 76, 1160 Wien

Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Verwüstungen ist das Gesundheitswesen nun auch von der Schuldenkrise des Kapitalismus bedroht. Die bereits extreme soziale Ungleichheit nimmt noch weiter zu. Dabei zeigt die Forschung, dass der allgemeine Gesundheitszustand einer Gesellschaft vor allem von sozialer Gleichheit abhängt. Das Buch erklärt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu und zieht politische Schlussfolgerungen – gegen die Mythen in der Gesundheitsdebatte. Die Dominanz der Pharmakonzerne, die aus Gesundheit eine Ware machen, wird kritisch beleuchtet, ebenso wie die Problematik der interventionistischen Geburtshilfe und die neoliberale Veränderung der Psychiatrie. „Gesundheit für Alle!“ stellt die Grundlinien des Gesundheitswesens in Deutschland und Österreich dar und beschreibt die Folgen der Privatisierung und Kommerzialisierung. Zugleich geht es darum, wie sich Menschen dagegen wehren: von Streiks in Deutschland bis zu Krankenhausbesetzungen in Griechenland.

Anlässlich des Erscheinens des INTRO-Bandes „Gesundheit für Alle!“ in der edition kritik & utopie bei mandelbaum diskutieren die AutorInnen Andreas Exner (Aktivist von Solidarisch G´sund und Ökologe) und Anna Leder (Aktivistin und Physiotherapeutin) über Alternativen und soziale Auseinandersetzungen im Gesundheitsbereich. Moderation: Sandra Stern
Mehr zum Buch: http://www.mandelbaum.de/books/806/7458

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„Gesundheit für Alle!“ Buchpräsentation. Vortrag und Diskussion mit den Autoren Andreas Exner und Markus Schallhas

Cover: Gesundheit für alle!

Am Mittwoch, 16.10.2013, 18:30 Uhr, wird das Buch von „Solidarisch G’sund“  von Andreas Exner und Markus Schallhaas in Villach vorgestellt. Ort der Veranstaltung ist die AK Villach, Alpen-Adria-Mediathek Villach, Franz Josefs Platz 1.

Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Verwüstungen ist das Gesundheitswesen nun auch von der Schuldenkrise des Kapitalismus bedroht. Die bereits extreme soziale Ungleichheit nimmt noch weiter zu. Dabei zeigt die Forschung, dass der allgemeine Gesundheitszustand einer Gesellschaft vor allem von sozialer Gleichheit abhängt. Das Buch erklärt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu und zieht politische Schlussfolgerungen – gegen die Mythen in der Gesundheitsdebatte. Die Dominanz der Pharmakonzerne, die aus Gesundheit eine Ware machen, wird kritisch beleuchtet, ebenso wie die Problematik der interventionistischen Geburtshilfe und die neoliberale Veränderung der Psychiatrie.

Das Buch stellt die Grundlinien des Gesundheitswesens in Deutschland und Österreich dar und beschreibt die Folgen der Privatisierung und Kommerzialisierung. Zugleich geht es darum, wie sich Menschen dagegen wehren: von Streiks in Deutschland bis zu Krankenhausbesetzungen in Griechenland.

»Gesundheit für Alle« plädiert für eine solidarische Ökonomie mit umfassenden Versicherungsleistungen und schlägt Strategien vor, die auf der Erfahrung von sozialen Kämpfen basieren: von der Etablierung der Sozialversicherungen bis zu Beispielen solidarischer Ökonomien und Gesundheitsbewegungen. Das Buch gibt einen kritischen Überblick zu Entwicklungen im Gesundheitswesen und argumentiert für ein öffentliches Gesundheitswesen. Die Bedeutung sozialer Gleichheit für den Gesundheitszustand einer Gesellschaft wird anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse beleuchtet. Herausgeberin ist die seit 2010 aktive Plattform für ein öffentliches Gesundheitswesen „Solidarisch G’sund“, sie zeigt die entscheidende Bedeutung sozialer Gleichheit für die Gesundheit und unterstützt den Widerstand gegen Verschlechterungen im Gesundheitswesen.

Weitere Infos hier: www. solidarischgsund.org/

Hg. Initiative Solidarisch G’sund

„Gesundheit für Alle!“
Intro
Kritik und Utopie, Mandelbaum-Verlag, 2013, 192 Seiten
ISBN: 978385476-619-3

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ÖGB Buch der Woche: „Gesundheit für Alle!“

Cover: Gesundheit für alle!

Das von „Solidarisch G’sund“ herausgegebene Buch „Gesundheit für Alle!“, das vor wenigen Monaten im Mandelbaum-Verlag erschienen ist, wurde vom ÖGB zum „Buch der Woche“ gekürt.

Aus dem Klappentext:

Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Verwüstungen ist das Gesundheitswesen nun auch von der Schuldenkrise des Kapitalismus bedroht. Die bereits extreme soziale Ungleichheit nimmt noch weiter zu. Dabei zeigt die Forschung, dass der allgemeine Gesundheitszustand einer Gesellschaft vor allem von sozialer Gleichheit abhängt. Das Buch erklärt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu und zieht politische Schlussfolgerungen – gegen die Mythen in der Gesundheitsdebatte. Die Dominanz der Pharmakonzerne, die aus Gesundheit eine Ware machen, wird kritisch beleuchtet, ebenso wie die Problematik der interventionistischen Geburtshilfe und die neoliberale Veränderung der Psychiatrie.
Das Buch stellt die Grundlinien des Gesundheitswesens in Deutschland und Österreich dar und beschreibt die Folgen der Privatisierung und Kommerzialisierung. Zugleich geht es darum, wie sich Menschen dagegen wehren: von Streiks in Deutschland bis zu Krankenhausbesetzungen in Griechenland.
»Gesundheit für Alle« plädiert für eine solidarische Ökonomie mit umfassenden Versicherungsleistungen und schlägt Strategien vor, die auf der Erfahrung von sozialen Kämpfen basieren: von der Etablierung der Sozialversicherungen bis zu Beispielen solidarischer Ökonomien und Gesundheitsbewegungen.

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Gesundheit für alle! Neuerscheinung der Initiative “Solidarisch G’sund”

Cover: Gesundheit für alle!

“Gesundheit für Alle!” ist endlich gedruckt und ausgeliefert. Solidarisch G’sund, die Plattform für ein öffentliches Gesundheitswesen, fungiert offiziell als Herausgeberin.

Das Buch ist im Mandelbaum-Verlag erschienen. Spannende Beiträge machen es zu einer der wenigen emanzipatorischen Antworten auf den neoliberalen Kahlschlag, der sich in der Mehrfachkrise des Kapitalismus noch brutalisiert. Dieses Basiswerk von „Solidarisch G’sund“ lädt dazu ein, aktiv zu werden.

Initiative Solidarisch G’sund: Gesundheit für alle! Intro
150 Seiten, Format 12 x 19, Broschiert, 12.00 €
ISBN: 978385476-619-

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Der Kampf gegen die Auswirkungen der Gesundheitsreform hat erst begonnen

gesundheitsreform landtag 2 kl[via Solidarwerkstatt]

In den vergangenen Wochen haben SPÖ, ÖVP und Grüne im Nationalrat und den meisten Landtagen die sog. „Gesundheitsreform“ durchgewunken. Sie haben damit nicht nur ein milliardenschweres Gesundheitssparpaket beschlossen, sondern auch der schwächelnden extremen Rechten eine regelrechte Mund-zu-Mund-Beatmung gemacht.

Durch die Gesundheitsreform sollen in Hinkunft die Gesundheitsausgaben mit den Schwankungen des Bruttoinlandsprodukts gedeckelt werden. In Zahlen gegossen heißt das,  dass bis 2016 3,4 Milliarden, bis 2020 11 Milliarden gegenüber den Bedarfsprognosen im Gesundheitsbereich eingespart werden sollen. Offensichtlicher Hintergrund dafür sind die EU-Budgetvorgaben, wie sie mit dem EU-Sixpack (2011), den Fiskalpakt (2012) und den Verordnungen des EU-Two-Packs (2013) beschlossen wurden. Bei Gesundheit und Pensionen verlangt die EU-Kommission vehemente Einschnitte von der österreichischen Regierung. Die „Gesundheitsreform“ würdigte die Kommission daher jüngst als „wahrscheinlich in die richtige Richtung gehend“, um sogleich nachzusetzen, dass man ein strenges Auge darauf haben werde, „ihre Wirksamkeit in den nächsten Jahren zu prüfen“ (1).

Doppelpass zwischen EU-Establishment und rechtsaußen

Dabei mehren sich schon jetzt die Symptome der Zwei-Klassen-Medizin ; schon jetzt sind die Beschäftigten im Gesundheitsbereich zunehmend an der Belastungsgrenze. Die Beteuerungen der Regierung, diese milliardenschweren „Kostendämpfungen“ würden „niemand merken“, sind daher völlig unglaubwürdig. Die Gefahr, dass diese „Gesundheitsreform“ der Einstieg zur Privatisierung des Gesundheitssystems darstellt, ist nicht von der Hand zu weisen. Im Nationalrat und den Landtagen wurde die Reform von SPÖ, ÖVP und Grünen gemeinsam beschlossen. Die Mandatare dieser Parteien haben sich damit nicht nur zu Handlangern für neoliberale EU-Vorgaben gemacht, sie haben damit auch der schwächelnden FPÖ eine regelrechte Mund-zu-Mund-Beatmung gemacht. Denn ausgerechnet die extreme Rechte kann sich nun als Opposition zur „Gesundheitsreform“ inszenieren. Natürlich wissen wir, dass das pure Demagogie ist. Die FPÖ hat als Regierungspartei gemeinsam mit der ÖVP durch eine massive Anhebung der Selbstbehalte und die Schwächung der Sozialversicherung selbst die Weichen in Richtung Zwei-Klassen-Medizin gestellt. Die Strache-FPÖ hat Anträge im Nationalrat gestellt, die härteste Sparprogramme im Ausmaß von 12 Milliarden jährlich verlangten – ganz im Sinne von EU-Kommission und Industriellenvereinigung. Nun machen sich die Regierungsparteien gemeinsam mit den nach Regierungssitzen heischenden Grünen zum Erfüllungsgehilfen genau dieser rabiaten Sparpolitik und die FPÖ kann Opposition dagegen vorgaukeln. In diesem Doppelpass zwischen EU-Establishment und rechtsaußen drohen unsere sozialen Errungenschaften, zu denen nicht zuletzt ein solidarisches Gesundheitssystem gehört, zerrieben zu werden.

AK und ÖGB auf Tauchstation

Arbeiterkammer und ÖGB haben sich wiederholt kritisch mit der Entwicklung in Richtung Zwei-Klassen-Medizin auseinandersetzt. Gerade dann aber, als es darum ging, dieser Kritik in der Auseinandersetzung mit der „Gesundheitsreform“ Taten folgen zu lassen, sind AK- und ÖGB-Funktionäre auf Tauchstation gegangen, obwohl gerade die arbeitenden Menschen zu den Hauptverliereren dieses Gesundheitsbeschränkungsprogramm gehören werden – als PatientInnen wie als Beschäftigte in den Krankeneinrichtungen. Die ehemalige ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits hat sich mittlerweile sogar die Ideologie der früheren schwarz-blauen Regierung zu eigen gemacht und lobt, dass „Selbstbehalte nicht zuletzt zur Bewusstseinsbildung über den Wert einer Gesundheitsleistung beitragen könnten“ (2).

Widerstand braucht Organisation, die vom Establishment unabhängig ist

Neben den Ärztevertretungen war die Solidar-Werkstatt gemeinsam mit DIDF eine der ganz wenigen Organisationen, die Protest gegen diese „Gesundheitsreform“ organisiert hat. Der Zuspruch, den wir beim Unterschriften sammeln von der Bevölkerung dabei erfahren haben, steht in diametralem Gegensatz zur geschlossenen Politik des Establishments. Gesundheit ist einer der letzten Bereiche, bei dem die übergroße Mehrzahl der Menschen Einsparungen will. Dieser Gegensatz wird aber erst dann politisch wirksam werden, wenn Organisationen stärker werden, die von den Machthabern vollkommen unabhängig sind und dem Doppelpassspiel zwischen EU-Establishment und rechtsaußen nicht auf den Leim gehen. Wer dazu beitragen will, laden wir herzlich zur Mitarbeit in der Solidar-Werkstatt ein. Denn auch wenn die „Gesundheitsreform“ nun bereits durch den Nationalrat und durch die meisten Landtage gewunken worden ist, der Kampf gegen die Auswirkungen dieser „Reform“ hat erst begonnen.

Bilder von der Übergabe der Unterschriften gegen die Deckelung der Gesundheitsausgaben an VertreterInnen der Parteien im OÖ Landtag, 16. Mai 2013.
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Wenn Profitmaximierung krank macht: Gesundheit ist (k)eine Ware

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Neuer Attac-Basistext / Leitender Arzt und ehemaliger Klinik-Geschäftsführer als Autoren

Betriebswirtschaftliches Denken im Gesundheitswesen macht krank. Dies erleben immer mehr Menschen in Deutschland am eigenen Leib: Sei es der privat krankenversicherte Rentner, der seine Beiträge nicht mehr bezahlen kann, die chronisch kranke Verkäuferin, die sich Monat für Monat die Medikamentenzuzahlungen vom Lebensunterhalt abknapsen muss, oder der Bandscheibenpatient, der unnötig operiert wird, weil die Klinik das Geld braucht.

„Unser Gesundheitswesen ist zum Spielfeld für Global Player geworden, die nur ein Ziel kennen: Gewinnmaximierung. Dem werden die Interessen der Patienten, der Ärzte und aller anderen Beschäftigten untergeordnet“, sagt Manfred Fiedler. Der Co-Autor des passend zur aktuellen öffentlichen Debatte erschienen Attac-Basistextes „Gesundheit ist (k)eine Ware“ weiß, wovon er spricht. Manfred Fiedler war Jahre lang Arbeitsdirektor und Geschäftsführer eines Krankenhauses in Nordrhein-Westfalen.

Auch sein Mitautor Arndt Dohmen, leitender Arzt an einer Universitäts-Klinik und zuvor Chefarzt eines Krankenhauses in Süddeutschland, erlebt die Folgen der Ökonomisierung des deutschen Gesundheitswesens tagtäglich in seiner Berufspraxis. „Besonders betroffen sind Menschen aus mittelosen und einkommensschwächeren Schichten – also gerade diejenigen, die ohnehin von höheren gesundheitlichen Belastungen und Risiken betroffen sind“, stellt er fest. „Sämtliche so genannte Gesundheitsreformen haben zu einer Umverteilung von unten nach oben geführt, weil die zusätzlichen Kosten einseitig zu Lasten der Versicherten und Kranken gingen.“

Zusammen mit ihren Co-Autoren, dem Psychotherapeuten Werner Schüßler und Werner Rätz, Attac-Experte für Soziale Sicherungssysteme, führen die beiden Insider eindrücklich vor Augen, welch verheerende Folgen wirtschaftlicher Wettbewerb als Steuerungsinstrument in der Gesundheitsversorgung hat. Zugleich zeigen sie Auswege in ein solidarisch finanziertes Gesundheitswesen auf, das der Daseinsvorsorge aller dient. Dafür notwendig ist nach Ansicht der Autoren eine solidarische Bürgerversicherung, bei der alle Einkommensarten nach dem Prinzip „alles für alle von allen“ einbezogen werden. Private Krankenversicherungen seien ebenso abzuschaffen wie die Finanzierung von Krankenhäusern durch Fallpauschalen.

Der Band ist Teil der Taschenbuch-Reihe „Attac-Basis-Texte“ des VSA-Verlags, die grundlegendes Wissen über einzelne Themenfelder der Globalisierungskritik vermittelt. Der Text hat knapp 100 Seiten und ist für sieben Euro im Buchhandel oder im Attac-Webshop (http://shop.attac.de) erhältlich.

Die Autoren stehen für Interviews oder Gastbeiträge gern zur Verfügung.

Für Rezensionsexemplare: Maren Schlierkamp, VSA-Verlag, Tel. (040) 2809 5277-10, maren.schlierkamp@vsa-verlag.de

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Kampf gegen Privatisierung von Gesundheitseinrichtungen in Madrid

[via transition-europe]

Spain Financial Crisis Health

Tausende ÄrztInnen und Krankenschwestern waren am Dienstag, 7.Mai im Streik als Teil von Protesten gegen Pläne zur Privatisierung des öffentlichen Gesundheitswesens.

Im Zuge der Proteste wurden alle 34 Spitäler und dutzende von Gesundheitszentren in der unabhängigen Gemeinde von Madrid bis auf die Notversorgung geschlossen. In der Region leben 6,5 Millionen Menschen, die Hauptstadt gehört dazu.

„Die Privatisierungspläne werden die Qualität der Dienstleistungen dieser Spitäler negativ betreffen, gar kein Zweifel“, sagt Susana Hernandez, 45, Ärztin für Innere Medizin in einem der Spitäler auf der Privatisierungsliste. „Sie verschieben den Fluss der PatientInnen zugunsten der privatisierten Spitäler, aber die erste Priorität dieser Firmen ist immer der Profit. Wir haben sie nach ihren Geschäftszahlen gefragt um zu sehen wieviel sie an Leistungen kürzen, ihre Statistiken zeigen, dass dieser Verkauf für sie ein guter Deal ist.“

ÄrztInnen und Krankenschwestern hielten auch ein inoffizielles Referendum ab. Dabei wurden Menschen auf der Straße befragt ob sie den Verkauf von Spitälern befürworten oder dagegen sind. Sie baten PassantInnen mit „Ja“ oder „Nein“ zur Privatisierung des spanischen Gesundheitswesens im Rahmen einer gesetzlich nicht bindenden Volksbefragung zu stimmen.

Über 200.000 Menschen votierten symbolisch gegen den Plan.

Der Streik am 7.Mai ist der erste von fünf eintägigen Streiks, die für die nächsten fünf Wochen geplant sind.

ÄrztInnen, Krankenschwestern und andere GesundheitsarbeiterInnen gehen davon aus, dass die Pläne bestimmte Dienstleistungen auszulagern die Qualität der Versorgung der PatientInnen in der Region verschlechtern werden. Sie kritisieren auch, dass die Regierung keine konkreten Zahlen vorgelegt hat wieviel Geld sie mit den Privatisierungen einzusparen gedenkt.

Die Regionalregierung spricht der informellen Volksbefragung jede Glaubwürdigkeit ab.

Online votation

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