Schlagwort-Archive: Protest

AKH-Arbeiter im Stich gelassen

© KOSMO  Radule Božinović

Mehr als 350 Reinungskräfte und 650 Arbeiter – überwiegend aus dem ehemaligen Jugoslawien – verlieren im Wiener Allgemeinen Krankenhaus ihre Arbeit. KOSMO hat mit Ljubica Lukić gesprochen – einer der Raumpflegerinnen, die sich in dieser wenig beneidenswerten Situation befinden. Weiterlesen

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Gesundheit für Alle! Buchpräsentation in Graz am 20. September

mandelbaum buchGESUNDHEIT FÜR ALLE!
FR 20.9.2013, 19:30, FORUM STADTPARK (1. Stock), Stadtpark 1
Mit Vorträgen von Werner Rätz (Attac), Ursula Walch (Hebamme & Autorin) und
Andreas Exner (Solidarisch G`sund) sowie einer anschließenden Diskussionsrunde
wird das neue Buch „Gesundheit für alle!“ präsentiert.
Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Verwüstungen ist das Gesundheitswesen nun auch von der Schuldenkrise des Kapitalismus bedroht. Die bereits extreme soziale Ungleichheit nimmt noch weiter zu. Dabei zeigt die Forschung, dass der allgemeine Gesundheitszustand einer Gesellschaft vor allem von sozialer Gleichheit abhängt. Das Buch erklärt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu und zieht politische Schlussfolgerungen. Es plädiert für eine solidarische Ökonomie mit umfassenden Versicherungsleistungen und schlägt Umsetzungsstrategien vor.

 
BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN UND GESUNDHEIT FÜR ALLE?
SA 21.9.2013, 10-13, Grüne Akademie (Bibliothek), Paulustorgasse 3
Diskussionsrunde mit Werner Rätz, u.a.
Wie können wir angesichts der tiefgreifenden sozial-ökologischen Krise mit dem Ziel, eine solidarische Postwachstums-Gesellschaft zu etablieren, „Gesundheit für alle“ und den Ausbau der sozialen Infrastruktur sicherstellen? Wir diskutieren die Lösungsvorschläge „Bedingungsloses Grundeinkommen“, „Solidarische Ökonomie“, „Commons“, u.a.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Woche des Bedingungslosen Grundeinkommens Eintritt frei! Freiwilliger Unkostenbeitrag sehr willkommen!

Veranstalter_innen:

  • Amsel – Arbeitslose Menschen suchen effektive Lösungen
  • Attac Graz
  • Crossroads
  • Forum Stadtpark
  • Social Innovation Network
  • Solidarisch G’sund

Kooperationspartner_innen:

  • AUGE/UG
  • Grüne Akademie
  • ÖH Graz
  • mandelbaum verlag
  • Radio Helsinki
  • Stadt Graz, Sozialamt

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Neoliberales Aktivierungs- und Arbeitszwangregime für Invalide = Mord auf Raten?

von Aktive Arbeitslose

Nein zur Abschaffung der befristeten Invaliditätspension!

Nach der AlVG-Novelle 2007 mit der Ausweitung des Sanktionenregimes auf „Sozialökonomische Betriebe“ und „Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte“ und auf „Arbeitstrainings“ und „Arbeitserprobungen“, nach Umgehung regulärer Kollektivverträge durch die vermutlich sittenwidrige Pauschalentlohnung nach Transitarbeitskräfteregelung für AMS-Arbeitszwangprogramme und nach Einführung der repressiven Mindestsicherung wird nun durch Sozialminister Hundstorfer das neoliberale Aktivierungs- und Arbeitszwangregime vollendet: Weiterlesen

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Gegen weitere Gesundheitskürzungen in der Steiermark! Aufruf der Plattform 25

aufruf-dermo-1024x408[via Plattform 25]

Die steirische Landesregierung hat beschlossen, das Landesbudget durch drastische Kürzungen im Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Kulturressort zu sanieren.

Dabei haben viele Betroffene bereits einen hohen Preis für die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre zahlen müssen. Eine Debatte darüber wird erst gar nicht zugelassen, dabei treffen die geplanten Kürzungen gerade jene am härtesten, die auf eine Unterstützung durch die Politik am meisten angewiesen wären.

Breite Bevölkerungsschichten sind betroffen:

  • Die drastischen Einschnitte bei Leistungen für Menschen mit Behinderung und für Kinder und Jugendliche verletzen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und die UN-Kinderrechtskonvention.
  • Im Sozialbereich verloren hunderte Beschäftigte ihre Jobs und verschärften sich die Arbeitsbedingungen dramatisch.
  • Regress bei Pflege und Mindestsicherung, sowie die Verschlechterungen bei Mindestsicherung und Wohnbeihilfe treffen Menschen, die die Hilfe der Gesellschaft am notwendigsten brauchen.
  • Kulturschaffende verlieren nicht nur Förderungen, sondern mit der Kulturabteilung und dem Kulturbeirat auch ihre AnsprechpartnerInnen im Land.
  • Nicht einmal vor Kindern macht der Rotstift halt: Die Kindergartengebühr wurde wieder eingeführt, Schulen werden geschlossen.
  • Frauen sind mehrfach durch Kürzungen betroffen und belastet: als Mütter oder Angehörige von Pflegebedürftigen, als Beschäftigte im weiblich dominierten Sozialbereich oder als Bezieherinnen von Mindestsicherung – denn auch die Armut ist mehrheitlich weiblich.

Während für Prestigeprojekte und medienwirksame Spektakel ohne mit der Wimper zu zucken riesige Summen ausgegeben werden, werden in anderen Bereichen langfristig tausende Arbeitsplätze vernichtet und Existenzen zerstört. Viele Steirerinnen und Steirer werden allein durch das Belastungspaket der Landesregierung in die Armut gedrängt.

Geld ist genug da. Jenen etwas wegzunehmen, die sich am wenigsten wehren können, erfordert keinen Mut. Ein richtiger Schritt wäre es, zB.:

  • von Eventpolitik, Prestigeprojekten und Konzernförderungen abzurücken,
  • eine sozial gerechte Besteuerung großer Vermögen und Finanztransaktionen einzufordern, und
  • Verwaltungs- und Strukturreformen durchzuführen, die vom Rechnungshof und von BudgetexpertInnen seit Jahren eingefordert werden.

DIE PLATTFORM 25 FORDERT DAHER:

  • plus 25 % für Kultur, Soziales, Frauen,  Bildung und Gesundheit! Die Finanzierung dieser Bereiche muss ebenso selbstverständlich sein wie die Aufrechterhaltung von Infrastruktur wie Wasser- und Energieversorgung.
  • Wir fordern wirksame Sofortmaßnahmen zur Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention und der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen, sowie zur Armutsbekämpfung!
  • Wir fordern Vermögenssteuern statt Sozialabbau zur Sanierung der öffentlichen Haushalte!
  • Wir fordern öffentliche Mittel, um die tatsächliche Gleichstellung  von Frauen und Männern herzustellen!

Tatsächlich gibt es in Österreich mehr Wohlstand als je zuvor, aber er ist immer ungerechter verteilt. Das ist keine bloße Meinung, sondern eine durch alle einschlägigen Statistiken und Studien wie dem regelmäßig erscheinenden Reichtums- und Armutsbericht bewiesene Tatsache.

Die Plattform 25 ruft zum Widerstand gegen diese Politik auf!

Es reicht! Für alle.
Fair teilen statt kürzen.

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Kuschen auf Kommando. Pflegearbeit in Österreich am Beispiel von MediCare

medicare

 

 

von Andreas Exner

Woran krankt bezahlte Pflegearbeit in Österreich? An dem äußerst niedrigen Niveau der Bezahlung, an zu wenig Personal und den autoritären Haltungen des Managements. Das zeigt der Briefwechsel zwischen einem Mitarbeiter der Firma MediCare und seinen Vorgesetzten.

Wir veröffentlichen ihn unten anonymisiert.

MediCare, so steht zu befürchten, ist dabei nur ein Beispiel für viele andere.

Wenn MitarbeiterInnen berechtigte Kritik üben, so schasselt das Management sie ab. Sie sollen kuschen. Dankbar sein sollen sie für die paar Euro Stundenlohn. Frohen Herzens haben sie zu arbeiten, auch wenn die Entlohnung noch so traurig ist. Jedenfalls ist der Dienstweg einzuhalten. Der Mitarbeiter kann andernfalls ja gerne stempeln gehen, so die ungepflegte Botschaft.

Die untenstehende Dokumentation erging übrigens auch an die Gewerkschaft vida, und zwar an den für den Pflegenbereich zuständigen Hrn. Kollegen Willibald Steinkellner. Eine Antwort auf das Schreiben hielten die vida und Kollege Steinkellner offenbar nicht für notwendig. Weiterlesen

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Steiermark: Nein zum Pflegeregress!

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[via Solidar-Werkstatt]

Es ist ein Riesenskandal von SPÖ und ÖVP, dass sie in der Steiermark den Pflegeregress wieder eingeführt haben. Baustellen und andere wirtschaftliche Interessen sind offensichtlich wieder einmal wichtiger als pflegebedürftige Menschen. Von Carina Lobnig. Weiterlesen

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ÖGB Buch der Woche: „Gesundheit für Alle!“

Cover: Gesundheit für alle!

Das von „Solidarisch G’sund“ herausgegebene Buch „Gesundheit für Alle!“, das vor wenigen Monaten im Mandelbaum-Verlag erschienen ist, wurde vom ÖGB zum „Buch der Woche“ gekürt.

Aus dem Klappentext:

Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Verwüstungen ist das Gesundheitswesen nun auch von der Schuldenkrise des Kapitalismus bedroht. Die bereits extreme soziale Ungleichheit nimmt noch weiter zu. Dabei zeigt die Forschung, dass der allgemeine Gesundheitszustand einer Gesellschaft vor allem von sozialer Gleichheit abhängt. Das Buch erklärt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu und zieht politische Schlussfolgerungen – gegen die Mythen in der Gesundheitsdebatte. Die Dominanz der Pharmakonzerne, die aus Gesundheit eine Ware machen, wird kritisch beleuchtet, ebenso wie die Problematik der interventionistischen Geburtshilfe und die neoliberale Veränderung der Psychiatrie.
Das Buch stellt die Grundlinien des Gesundheitswesens in Deutschland und Österreich dar und beschreibt die Folgen der Privatisierung und Kommerzialisierung. Zugleich geht es darum, wie sich Menschen dagegen wehren: von Streiks in Deutschland bis zu Krankenhausbesetzungen in Griechenland.
»Gesundheit für Alle« plädiert für eine solidarische Ökonomie mit umfassenden Versicherungsleistungen und schlägt Strategien vor, die auf der Erfahrung von sozialen Kämpfen basieren: von der Etablierung der Sozialversicherungen bis zu Beispielen solidarischer Ökonomien und Gesundheitsbewegungen.

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