Schlagwort-Archive: Oberösterreich

Wir sind Gewerkschaft! – Organizing im Gesundheitssektor

wir_sind_pflegekrDas Schlagwort „Organizing“ ist in die gewerkschaftliche Diskussion in Österreich eingezogen. Organizing meint Beteiligung und Mobilisierung rund um Themen der Beschäftigten. Organizing will gewerkschaftliche und betriebsrätliche Strukuren im Betrieb, in einem Konzern, in einer Branche stärken. Im September 2014 startet in Linz ein Organizing-Lehrgang im oberösterreichischen Gesundheitssektor.  Weiterlesen

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BetriebsrätInnen der oö. Ordensspitäler für ihren Arbeitskampf ausgezeichnet

[via ÖGB]oegb_ooe_betriebsrat_widerstand

Betriebsrats-Award 2013

ÖGB OÖ ehrte die besten BetriebsrätInnen

Preisverleihung am 15. Mai

In der Kategorie „Widerstand“ würden die BetriebsrätInnen der oö. Ordensspitäler ausgezeichnet, die einen basisdemokratisch organisierten, erfolgreichen Arbeitskampf gegen Lohneinbußen führten.

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„Die Patienten werden das Bummerl haben!“

[via Solidar-Werkstatt]

ImageKämpferischer Protesttag in Linz gegen die „Gesundheitsreform“, durch die bis 2020 11 Milliarden Euro im Gesundheitsbereich gekürzt werden sollen. Tenor: „Die Proteste zur Verhinderung dieses Papiers haben heute erst begonnen!“

Über 700 Menschen protestierten am 16. Jänner in Linz gegen die sog. „Gesundheitsreform“. Die Hauptkritikpunkte:

=> Erstens: Die Koppelung der Gesundheitsausgaben an das Auf und Ab der Konjunktur (d.h. Deckelung mit den Schwankungen des Bruttoinlandsprodukts)

=> Zweitens: Direktes Durchgriffsrecht der Regierung auf die medizinische Versorgung vor Ort („Zielsteuerungsverträge“), um diese Kürzungen durchexekutieren zu können.

Der Präsident der OÖ Ärztekammer Peter Niedermoser zeigt bei der Auftaktversammlung im Linzer Schloss auf, warum der Widerstand gegen diese „Gesundheitsreform“ so wichtig ist: „Die Regierung will 3,4 Milliarden bis 2016 und 11 Milliarden bis 2020 einsparen – und keiner soll es merken? Das ist völlig unglaubwürdig! Die Patienten werden das Bummerl haben. Diese Gesundheitsreform führt zu einer Zwei-Klassen-Medizin; nur mehr die, die viel Geld haben, werden sich eine beste Gesundheitsversorgung leisten können.“ Niedermoser rief demgegenüber dazu auf, das solidarischen Gesundheitssystems zu verteidigen.Image

„Von lauter Baronen Münchhausen regiert“

In weiteren Beiträgen wiesen die RednerInnen darauf hin, was es heißt, die Gesundheitsausgaben mit den Schwankungen des BIP zu „deckeln“: Wie lange wird man dann auf eine Operation warten müssen, und ab welchem Alter werden Operationen den – nicht zahlungsfähigen – Menschen vollkommen verweigert? Bekommt man noch eine Hüftoperation, wenn man schon 75 ist, oder ist mit 70 schon Schluss? Wohin führt es, wenn die ÄrztInnen nicht mehr frei sind, die Menschen entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse zu behandeln, sondern nur mehr gemäß eines von oben vorgegebenen Rasters vordefinierter „Krankheitsbilder“? Ein Kundgebungsredner: „Das Motto der Regierung ist offensichtlich: Geht´s der Wirtschaft schlecht, dann hat es uns allen schlecht zu gehen. Was sie aber vergisst: Geht es den Menschen schlecht, dann wird es der Wirtschaft noch viel schlechter gehen.“

Spürbar war auch der enorme Vertrauensverlust in das politische Establishment: „Wir werden von lauter Baronen Münchhausen regiert. Die Politik lügt, ist korrupt – und am Ende stiehlt sie sich aus der Verantwortung“, brachte ein Redner unter großem Beifall die Stimmung der Versammelten auf den Punkt.

EU-Kommission will 12 Milliarden „Budgetkonsolidierung“ jährlich!

Die Solidar-Werkstatt, die den Protesttag am 16. Jänner unterstützt hat, wies in einem Flugblatt darauf hin, dass „der wirkliche Grund für diese geplante Einschränkung der Gesundheitsausgaben die neoliberalen EU-Vorgaben wie der verschärfte Stabilitätspakt und der EU-Fiskalpakt sind.“ Diese Vorgaben werden immer restriktiver. Im „Fiscal Stability Report 2012“ fordert die EU-Kommission von Österreich eine „Budgetkonsolidierung“ von 12 Milliarden Euro – Jahr für Jahr! Zum Vergleich: Das entspricht der Hälfte der jährlichen öffentlichen Gesundheitsausgaben.

„Proteste haben erst begonnen!“

Die Protestversammlung am 16. Jänner wurde vorwiegend von ÄrztInnen getragen. Durch die geplante Deckelung der Ausgaben werden aber alle im Gesundheitswesen Arbeitenden unter die Räder kommen. Dass schon jetzt die Zustände in den Spitälern immer prekärer werden, zeigten die am 16. Jänner zeitgleich stattfindenden Protestaktionen der Beschäftigten in den OÖ Ordensspitäler, die sich gegen die vierte Reallohnkürzung in Folge zur Wehr setzen.

Durch die „Gesundheitsreform“ sollen Milliarden eingespart werden, sowohl in den Spitälern, als auch im niedergelassenen Bereich. Das wird für die im Gesundheitsbereich Arbeitenden ebenso spürbar werden wie für die PatientInnen. Die Zusammenarbeit aller Betroffenen ist daher umso wichtiger. Die „Gesundheitsreform“ soll ab 2014 in Kraft treten, zuvor muss sie allerdings noch in den Landtagen und im Nationalrat beschlossen werden. Hier gilt es Widerstand zu leisten. Das was auch der Tenor bei der Abschlusskundgebung: „Die Proteste zur Verhinderung dieses Papiers haben heute erst begonnen!“

Die Solidar-Werkstatt hat die Unterschriftenaktion „Nein zur Deckelung der Gesundheitsausgaben – Stärkung des solidarischen Gesundheitssystems statt Zwei-Klassen-Medizin!“ gestartet, die auch online unterstützt werden kann.

Weitere Informationen dazu siehe
http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=778&Itemid=1

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Verloren im Gesundheitswesen

Schmidt, Katharina: Verloren im Gesundheitswesen
Wiener Zeitung, 4. 8. 2012, 12

Migration und Gesundheit – ein weites, noch kaum erforschtes Feld

Von Katharina Schmidt

Migranten durch Sprachbarriere und schlechte Information benachteiligt. Weiterlesen

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Spitalsreform: Stellenabbau akzeptieren oder streiken? Debatte in OÖ

Der “Kompromiss” bei der Spitals”reform” bedeutet weiterhin das gleiche Kürzungsvolumen bei der Gesundheit und weiterhin werden über 1000 Arbeitsplätze abgebaut werden!

Artikel via RoteswelsPlattform für eine vereinigte Linke in & um Wels

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Oberösterreich: Zwei Milliarden-Raub an der Gesundheit

Analyse und Aufruf der Solidar-Werkstatt Österreich zu den geplanten massiven Einschnitten bei den oberösterreichischen Spitälern:

Die OÖ Landesregierung will einen massiven Einschnitt bei den oberösterreichischen Spitälern durchsetzen. Den Menschen in Oberösterreich werden dadurch bis 2020 rd. 2 Milliarden Euro an Gesundheitsausgaben geraubt, um den verschärften EU-Budgetvorschriften Rechnung zu tragen. So sinnvoll der Abbau von Doppelgleisigkeiten im Spitalsbereich ist, so falsch ist das generelle Sparen bei der Gesundheit.

Mehr lesen hier

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Spitalsreform: Heftige Kritik aus Wels – Protestenergie wächst in OÖ

aus: OÖ ORF online news, 05.05.2011

Wie der ORF Oberösterreich im Mai online berichtete, gibt es auch aus Wels heftige Kritik gegen den geplanten Sozialkahlschlag.

Die Einschnitte im Bereich der Herz- und Wirbelsäulenchirurgie sowie der Kinderstation werden als massiv gewertet. Jetzt sollen die Bürger intensiv informiert und mobilisiert werden.

heißt es dazu.

Die ORF-Seite enthält einige Artikel zur anwachsenden Protestenergie in Oberösterreich.

Leider ist aus der Steiermark und aus Kärnten trotz vergleichbarer Angriffe bisher noch nichts in dieser Größenordnung und Dauerhaftigkeit abzusehen. Doch wer weiß, was sich unterhalb der medialen Wahrnehmungsschwelle so alles vorbereitet.

Solidarisch G’sund setzt sich für ein öffentliches Gesundheitswesen und für das Menschenrecht auf größtmögliche Gesundheit ein.

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