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„Gleich wird’s ein bischen weh tun“ – Eine kritische Bestandsaufnahme zu den aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen

Die Redaktion der Gewerkschaftszeitung „express“ hat einen sehr lesenswerten Sammelband zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen in Europa herausgegeben. Hier gibt es die Einleitung zum Download.

Der Sammelband ist für 8 Euro bei der Readaktion des „express“ zu bestellen. Kontaktdaten hier: http://www.express-afp.info/kontakt.html Weiterlesen

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Kampagne „Kein Ausschluss“ gegen die spanische Gesundheitsreform

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[Via PICUM, die Plattform for International Cooperation on Undocumented Migrants und transition europe]

Vor einem Jahr hat die gegenwärtige spanische Regierung den Royal Decree-Act (Decreto Ley 16/2012) angenommen. Dabei handelt es sich um eine Gesundheitsreform, die undokumentierte Migrant*innen exkludiert und die Medikamentengebühren für spanische Bürger*innen erhöht. Seitdem hat die NGO Doctors of the World („Ärzte der Welt“) 1.192 Fälle einer Verletzung des Rechts auf Gesundheit dokumentiert (vor allem bei undokumentierten Migrant*innen). Doctors of the World hat daraufhin im Oktober die Kampagne „Nadie Desechado“ („Kein Ausschluss“) gestartet, mit dem Ziel das öffentliche Bewusstsein der schwerwiegenden negativen Folgen der Gesundheitsreform in Spanien zu schärfen.

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Kampf gegen Privatisierung von Gesundheitseinrichtungen in Madrid

[via transition-europe]

Spain Financial Crisis Health

Tausende ÄrztInnen und Krankenschwestern waren am Dienstag, 7.Mai im Streik als Teil von Protesten gegen Pläne zur Privatisierung des öffentlichen Gesundheitswesens.

Im Zuge der Proteste wurden alle 34 Spitäler und dutzende von Gesundheitszentren in der unabhängigen Gemeinde von Madrid bis auf die Notversorgung geschlossen. In der Region leben 6,5 Millionen Menschen, die Hauptstadt gehört dazu.

„Die Privatisierungspläne werden die Qualität der Dienstleistungen dieser Spitäler negativ betreffen, gar kein Zweifel“, sagt Susana Hernandez, 45, Ärztin für Innere Medizin in einem der Spitäler auf der Privatisierungsliste. „Sie verschieben den Fluss der PatientInnen zugunsten der privatisierten Spitäler, aber die erste Priorität dieser Firmen ist immer der Profit. Wir haben sie nach ihren Geschäftszahlen gefragt um zu sehen wieviel sie an Leistungen kürzen, ihre Statistiken zeigen, dass dieser Verkauf für sie ein guter Deal ist.“

ÄrztInnen und Krankenschwestern hielten auch ein inoffizielles Referendum ab. Dabei wurden Menschen auf der Straße befragt ob sie den Verkauf von Spitälern befürworten oder dagegen sind. Sie baten PassantInnen mit „Ja“ oder „Nein“ zur Privatisierung des spanischen Gesundheitswesens im Rahmen einer gesetzlich nicht bindenden Volksbefragung zu stimmen.

Über 200.000 Menschen votierten symbolisch gegen den Plan.

Der Streik am 7.Mai ist der erste von fünf eintägigen Streiks, die für die nächsten fünf Wochen geplant sind.

ÄrztInnen, Krankenschwestern und andere GesundheitsarbeiterInnen gehen davon aus, dass die Pläne bestimmte Dienstleistungen auszulagern die Qualität der Versorgung der PatientInnen in der Region verschlechtern werden. Sie kritisieren auch, dass die Regierung keine konkreten Zahlen vorgelegt hat wieviel Geld sie mit den Privatisierungen einzusparen gedenkt.

Die Regionalregierung spricht der informellen Volksbefragung jede Glaubwürdigkeit ab.

Online votation

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