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Hebammen gibt’s nicht? Die blinden Flecken der österreichischen Gesundheitsreform

von Ursula Walch

Vor mir liegen die umfangreichen Presseunterlagen der Pressekonferenz zum Thema PHC (Primary Health Care).

„Die Rolle der Gesundheitsberufe in der Primärversorgung“
Ort: Presseclub Concordia / Bankgasse 8, 1010 Wien
Datum: Donnerstag, 26. Juni 2014

„Die Reform des österreichischen Gesundheitswesens sieht eine Neuordnung der gesundheitlichen Primärversorgung vor“, heißt es da. Ziemlich enttäuscht stelle ich fest, dass die Hebammen darin nicht vorkommen – als gäbe es uns nicht. Doch Primärversorgung ist für die Hebammen ganz spannend und wichtig – dementsprechend hart umkämpft ist das Thema. Und offensichtlich für uns Tabu.

Mag. Ursula Walch
Autorin
Projektleiterin
Hebamme
Dipl. Dolmetsch

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Noch Lust aufs Kinderkriegen?

schwangere im wasservon Ursula Walch

Vor mir liegt das Geburtenregister Steiermark, der von der KAGES herausgegebene Jahresbericht 2012 mit den geburtshilflich relevanten Zahlen aller Kages-Häuser plus dem KH Schladming und den beiden Grazer Sanatorien St. Leonhard und PKG Ragnitz.

„Die Rate an ambulanten Entbindungen zeigt im Verlauf seit 2004 in der Steiermark eine leicht steigende Tendenz. Eine weitere Entlastung des relativ teuren stationären Bereiches wäre durch entsprechende Strukturmaßnahmen in Kooperation mit den freipraktizierenden Hebammen noch erzielbar.“

Wunderbar! Und gewiss wäre der Wunsch auch umsetzbar, wenn man den Hebammen endlich eine gerechtere Entlohnung für die oft mühevolle Betreuung der Wöchnerinnen und deren Kinder zahlen würde! Und nicht 34€ brutto pro Hausbesuch ! So viel zur extramuralen Situation österreichweit, man erkennt leicht, wieviel  dem Staat/Krankenkassen eine gute Hebammenversorgung wert ist. Gleiches gilt für Deutschland. Weiterlesen

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Hebammen-Liquidierung

Vogt, Werner: Hebammen-Liquidierung. Kurier, 31. 1. 2011, 15.

VON WERNER VOGT

GASTKOMMENTAR

Agnes Gereb, Frauenärztin und Hebamme, wurde im Oktober 2010 in Ungarn verhaftet, saß bis knapp vor Weihnachten im Gefängnis, steht seither unter Hausarrest. Ihr Verbrechen: sie hat Hausgeburten fürsorglich und vorbildlich betreut. Das aber ist im EU-Vorsitz-Land verboten. Nach einer Einvernahme vor Gericht, vorgeführt in Hand- und Fußfesseln, was zu Verletzungen führte, fand am 18. Jänner 2011 die erste Gerichtsverhandlung gegen die Geburtshelferin statt. Weiterlesen

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