Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung UNDOKumentiert Arbeitender eröffnet im ÖGB-Haus

eröffnung undok-anlaufstelleLohnarbeit von Migrant_innen ohne Aufenthalts- und/oder Arbeitspapiere ist unsicher, schlecht bezahlt und oft gefährlich. Nun eröffnen Gewerkschaften und andere Interessenvertretungen gemeinsam mit NGOs, migrantischen Selbstorganisationen und antirassistischen Aktivist_innen in den Räumlichkeiten des ÖGB die UNDOK-Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender.

Migrations- und Beschäftigungsgesetze verwehren oder beschränken Migrant_innen den regulären Zugang zum Arbeitsmarkt. Dadurch werden Menschen in informelle Sektoren gedrängt und müssen undokumentiert arbeiten. Lohnarbeit von Migrant_innen ohne Aufenthalts- und/oder Arbeitspapiere ist unsicher, schlecht bezahlt und oft gefährlich. Die soziale und rechtliche Diskriminierung undokumentiert Arbeitender macht diese nicht nur erpressbar und überausbeutbar, sie führt auch dazu, dass sozial- und kollektivvertragsrechtliche Standards unterlaufen werden.

UndokumentierteArbeitnehmer_innen arbeiten in vielen Branchen: Ob als Putzfrau, das Kindermädchen oder Pflegekraft in einem privaten Haushalt, ob auf einer Baustelle oder als Erntehelferin in der Landwirtschaft. Diese Kolleg_innen arbeiten 10-12 Stunden am Tag und das 6-7 Tage die Woche. Sie bekommen extrem niedrige Stundenlöhne, die keinen kollektivvertraglichen Mindeststandards entsprechen. Das ist etwa in Privathaushalten bis zu 1 Euro, in der Baubranche bis zu 12 Euro. Undokumentierte Arbeit hat jedoch auch Auswirkungen auf Wohnsituation, Gesundheit und Bildung.

Vor diesem Hintergrund eröffnen nun Gewerkschaften und andere Interessenvertretungen gemeinsam mit NGOs, migrantischen Selbstorganisationen und antirassistischen Aktivist_innen in den Räumlichkeiten des ÖGB die UNDOK-Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender.

Die UNDOK-Anlaufstelle ermöglicht einen niederschwelligen Zugang für Betroffene und bietet u.a. kostenlose, mehrsprachige Information und Beratung zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, Unterstützung sowohl bei der Geltendmachung vorenthaltener Ansprüche als auch bei der (Selbst)Organisierung. Der UNDOK-Verband zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender setzt sich auch für die Verbesserung der Situation von undokumentiert arbeitenden Kolleg_innen ein.

Informationen zu Angeboten und Erreichbarkeit der UNDOK-Anlaufstelle: www.undok.at

 

Eröffnung der UNDOK – Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender

Mittwoch, 4. Juni 2014, 9.30-10.30 Uhr

ÖGB-Haus, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien, Wilhelmine-Moik-Saal

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.undok.at und https://www.facebook.com/events/734438419912511/?ref_newsfeed_story_type=regular

 

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