Gesundheit für alle! Neuerscheinung der Initiative “Solidarisch G’sund”

Cover: Gesundheit für alle!

“Gesundheit für Alle!” ist endlich gedruckt und ausgeliefert. Solidarisch G’sund, die Plattform für ein öffentliches Gesundheitswesen, fungiert offiziell als Herausgeberin.

Das Buch ist im Mandelbaum-Verlag erschienen. Spannende Beiträge machen es zu einer der wenigen emanzipatorischen Antworten auf den neoliberalen Kahlschlag, der sich in der Mehrfachkrise des Kapitalismus noch brutalisiert. Dieses Basiswerk von „Solidarisch G’sund“ lädt dazu ein, aktiv zu werden.

Initiative Solidarisch G’sund: Gesundheit für alle! Intro
150 Seiten, Format 12 x 19, Broschiert, 12.00 €
ISBN: 978385476-619-

Die grundlegenden Gesundheitsmythen und -ideologien, die “Gesundheit für Alle” entgegenstehen, analysiert Werner Rätz in den ersten beiden Kapiteln. Danach stellt Andreas Exner die große Bedeutung sozialer Gleichheit für gute Gesundheit dar, die noch kaum öffentlich thematisiert wird. Bernhard Winter beleuchtet im Anschluss einen besonders drastischen Fall der negativen Folgen von Ungleichheit im Gesundheitswesen selbst, nämlich die profitbestimmte Macht der Pharmaindustrie.

Danach geben Nils Böhlke, Ulrike Papouschek, Wilfried Leisch, Nadja Rakowitz, Peter Hoffmann und Hans-Ulrich Deppe einen kritischen Überblick über die Privatisierungsdynamik im Gesundheitswesen in Deutschland und Österreich und ihre negativen Folgen. Wilfried Leisch und Wolfgang Hien beleuchten eingehend die nur sehr eingeschränkt solidarische und zudem von Profitinteressen bedrohte Konstruktion der Sozialversicherung in diesen Ländern. Ursula Walch und Dagmar Paternoga behandeln zwei Aspekte des Gesundheitswesens, die den problematischen Einfluss einer interventionistisch und neoliberal orientierten Medizin zeigen: die Geburtshilfe und die Psychiatrie.

Nach einem Überblick von Arbeitskämpfen im Gesundheitswesen von Anna Leder und weltweiter Gesundheitsbewegungen von Markus Schallhas, verbindet Andreas Exner im letzten Kapitel die Aspekte einer kritischen Gesundheitsdebatte mit dem Leitmotiv sozialer Gleichheit.

Aus dem Klappentext:

Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Verwüstungen ist das Gesundheitswesen nun auch von der Schuldenkrise des Kapitalismus bedroht. Die bereits extreme soziale Ungleichheit nimmt noch weiter zu. Dabei zeigt die Forschung, dass der allgemeine Gesundheitszustand einer Gesellschaft vor allem von sozialer Gleichheit abhängt. Das Buch erklärt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu und zieht politische Schlussfolgerungen – gegen die Mythen in der Gesundheitsdebatte. Die Dominanz der Pharmakonzerne, die aus Gesundheit eine Ware machen, wird kritisch beleuchtet, ebenso wie die Problematik der interventionistischen Geburtshilfe und die neoliberale Veränderung der Psychiatrie.
Das Buch stellt die Grundlinien des Gesundheitswesens in Deutschland und Österreich dar und beschreibt die Folgen der Privatisierung und Kommerzialisierung. Zugleich geht es darum, wie sich Menschen dagegen wehren: von Streiks in Deutschland bis zu Krankenhausbesetzungen in Griechenland.
»Gesundheit für Alle« plädiert für eine solidarische Ökonomie mit umfassenden Versicherungsleistungen und schlägt Strategien vor, die auf der Erfahrung von sozialen Kämpfen basieren: von der Etablierung der Sozialversicherungen bis zu Beispielen solidarischer Ökonomien und Gesundheitsbewegungen.

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