SPÖ warnt vor „Privatuni für die Reichen“

Benedikt, Robert: SPÖ warnt vor „Privatuni für die Reichen“
Kleine Zeitung, 18. 12. 2012, 17

ROBERT BENEDIKT

FPK beschließt heute die Gründung der Kärntner Universität für Medizin.

KLAGENFURT. „Bildung muss öffentlich zugänglich bleiben und nicht einigen Privilegierten vorbehalten sein“, betonte SPÖ-Chef Peter Kaiser gestern nach der Vorstandssitzung seiner Partei. Die SPÖ wird deshalb in der heutigen Regierungssitzung den Antrag des Bildungsreferenten Christian Ragger (FPK) ablehnen, der die Gründung einer Privatuniversität für Medizin in Klagenfurt zum Ziel hat. Kaiser argumentiert das Nein: „Kein Normalverdiener kann sich jährlich 20.000 Euro an Studiengebühren leisten.“ Es sei verantwortungslos, 3,6 Millionen Euro für Stipendien, vier Millionen Anschubfinanzierung und zehn Millionen für Umbaumaßnahmen am Klinikum Klagenfurt auszugeben, während pflegebedürftige Menschen über den Pflegeregress zur Kasse gezwungen werden.

Verpflichtung zum Bleiben

Ragger hält dem entgegen, dass von einer Privat-Uni für Reiche keine Rede sein könne. Für 30 Kärntner Studenten pro Studienjahr werde es Stipendien geben, die die vollen Studienkosten abdecken. Die 50 Studenten aus den übrigen Bundesländern oder aus dem Ausland hätten 10.000 Euro pro Semester zu bezahlen. Die Bezieher von Stipendien müssten sich dazu verpflichten, fünf Jahre nach Studienabschluss ihren medizinischen Beruf in Kärnten auszuüben. Die FPK kann in der Regierung den Beschluss mit ihrer absoluten Mehrheit fassen.

Die Privat-Uni soll laut Ragger für die ersten zwei Jahre im Klinikum Klagenfurt eingerichtet werden. Währenddessen werden geeignete Räumlichkeiten für einen „Gesundheits-Campus“ gesucht.

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