Stöger gratuliert Kärnten zu seiner Gesundheitscharta

NN: Stöger gratuliert Kärnten zu seiner Gesundheitscharta
Kärntner Tageszeitung, 13. 7. 2012, 5

Der Beschluss der Landtagsparteien, das Gesundheitswesen aus dem politischen Alltagsstreit herauszunehmen, ist für Gesundheitsminister Stöger ein Signal, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung Vorrang haben.

Klagenfurt Was ist in den vergangenen Jahren nicht alles gestritten worden über das Kärntner Gesundheitswesen. Noch der geduldigste Bürger musste glauben, es gehe den Landtagsparteien um alles Erdenkliche, nur nicht um die bestmögliche Behandlung derer, die in den Krankenhäusern liegen. Dass das Geschichte sein soll, wenigstens bis 2016, hört man gern.

Sicherheit geschaffen

Im ersten Stock des Klagenfurter Landhauses arbeitete gestern der Rechts- und Verfassungsausschuss daran, die neue Kärntner „Gesundheitscharta“, auf die sich die fünf Parteien im Mai geeinigt haben, in Gesetzesform zu gießen. Im SPÖ-Club einen Stock tiefer gratulierte zur selben Zeit Gesundheitsminister Alois Stöger dem Land offiziell zu der „Magna Charta“, mit der jene Sicherheit geschaffen werde, die das Gesundheitswesen dringend brauche. Mit der Garantie der Finanzierung stelle das Land klar, dass es die Verantwortung für das Krankenhauswesen trage.

In Kärnten gebe es damit gute Voraussetzungen für die Umsetzung der „Zehn Rahmen-Gesundheitsziele“. Sie wurden Ende Juni von Stöger präsentiert, weil Österreich beim Zugang aller Menschen zum Gesundheitssystem zwar „Weltmarktführer“ ist, bei der Lebenszeit, die durchschnittlich gesund verbracht wird, aber Nachholbedarf hat. Aus den 59 Jahren, bei denen dieser Wert derzeit in Österreich liegt, sollen bis 2020 mindestens 61 Jahre werden.

Enquete in Kärnten

Eines der zehn Rahmenziele gilt dem gesunden Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen. Um auszuloten, wie dieses am wirkungsvollsten unterstützt werden könnte, will Stöger noch im Herbst in Kärnten eine große Enquete einberufen. Das Ziel könne nur erreicht werden, wenn alle Gesellschaftsbereiche mitbedacht würden. Schließlich hätte auch die Arbeitsplatzsituation, bei der Österreich besser als andere EU-Länder dastehe, Einfluss auf die Gesundheit. Anders als in manch anderem EU-Land, in dem bei der Gesundheit gespart werde, sei die Haltung Österreichs klar: „Wir wollen auf der Seite der Menschen stehen.“

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