Österreichweites Ringen um die neuen Medizin-Unis in vollen Gange

NN: Österreichweites Ringen um die neuen Medizin-Unis in vollen Gange
Kärntner Tageszeitung, 20. 6. 2012, 10

Ein Wettlauf um die Errichtung von privaten Medizin-Universitäten hat in ganz Österreich eingesetzt. Mittlerweile gibt es entsprechende Projekte in Salzburg, Klagenfurt und im niederösterreichischen Krems. Hierzulande wird die Unterrichtssprache Deutsch sein.

Klagenfurt

Alle Vorbereitungen in Sachen Medizin-Universitäten laufen auf Hochtouren! Die beiden Privat-Unis in Klagenfurt und Krems sollen im Endausbau rund 500 Studierende aufnehmen. Der wichtigste Unterschied: In Klagenfurt wird die Unterrichtssprache Deutsch sein, in Krems soll Englisch unterrichtet werden. Auch wenn man in den vergangenen Wochen wenig vernommen hat, die Vorbereitungen für die private Medizin-Uni in Klagenfurt gehen zügig voran. Und es zeichnen sich bereits erste Konturen ab. Ein international besetztes Team von Spitalsärzten und Vertretern der Sigmund-Freund-Uni in Wien arbeitet an der Erstellung der Unterlagen für den Akkreditierungsrat. Im Herbst sollen die Unterlagen abgeschickt werden. Für die Genehmigung müsse dann mit bis zu einem Jahr gerechnet werden. So will man in Klagenfurt ab Herbst 2014 mit 60 bis 80 Studierenden beginnen. Im Vollbetrieb sollen es 480 Studierende sein, hört man – laut ORF-Kärnten – aus dem Büro von Bildungsreferent Uwe Scheuch. Ein Studienplatz wird mit 18.000 bis 20.000 Euro im Jahr veranschlagt. Für Kinder von Normalverdienern soll es Landesstipendien bis maximal 10.000 Euro geben. Die Lücke soll über Bundesstipendien und private Studentendarlehen gefüllt werden. Das Land will sich mit einer Anschubfinanzierung von rund zwölf Millionen Euro einstellen. Auf dem Gelände des Klinikums soll ein Hörsaaltrakt gebaut werden, außerhalb davon soll ein Studentenheim entstehen, das sich allerdings frei finanzieren soll. Einzugsgebiet für die private Universität soll der Alpen-Adria-Raum sein. Das Land will Sprachkurse anbieten. In Krems in Niederösterreich sind die Rahmenberechnungen ähnlich, allerdings hofft man dort schon im Herbst 2013 mit 65 Studierenden loslegen zu können. Mittelfristig wird auch die Kremser Uni auf 500 Studenten ausgelegt. Anders als in Klagenfurt werden die Studien in Englisch abgehalten. Als Studienbeiträge sind 12.000 bis 14.000 Euro im Jahr geplant. Mit der privaten Donau-Uni hat Krems schon einen Campus, ein solcher fehlt in Klagenfurt allerdings vorläufig noch.

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