Erfolglose Geheimdiplomatie

Rausch, Wolfgang: Erfolglose Geheimdiplomatie
Kleine Zeitung, 21. 3. 2012, 21

WOLFGANG RAUSCH

KÄRNTEN INTERN

Kabeg-Direktorin Ines Manegold bestreitet hartnäckig, Urheberin der Bespitzelung einer Ärzteversammlung im Klinikum Klagenfurt zu sein. Ebenso hartnäckig verschleppt sie eine gerichtliche Klärung der Angelegenheit und tanzt seit drei Monaten der ihr vorgesetzten Kabeg-Expertenkommission auf der Nase herum. Die wartet seit dem 22. Dezember darauf, dass Manegold Ärztekammerpräsident Othmar Haas klagt, der sie in der besagten Causa massiv beschuldigt.

Damit wird es eng für Manegold, denn am 30. März muss sie den Experten Rechenschaft ablegen. Betriebsratsvorsitzender Arnold Auer stellt klar, dass man nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen werde können, falls Manegold den Auftrag nicht ausführe. „Dann könnten wir die Kornmission ja gleich auflösen.“

Die Experten haben die Klage im Interesse des Rufes der Kabeg und ihrer Bediensteten einstimmig verlangt. Haas hatte nicht nur Manegold belastende Protokolle verschickt, sondern sie auch bezichtigt, die Öffentlichkeit belogen zu haben.

Expertenrats-Chef Albert Kreiner wusste gestern zu berichten, dass die Klage vor der Finalisierung wäre. Die Kleine Zeitung erfuhr jedoch von hektischer Geheimdiplomatie Manegolds, die unbedingt ein Treffen mit Ärztechef Haas vor dem 30. März einfädeln lassen wollte. Das spielt es nicht und jetzt führt wohl kein Weg mehr daran vorbei, dass zwei Kronzeugen vor Gericht aussagen werden…

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