Manegold-Anwalt soll der „Bremser“ sein

Rausch, Wolfgang: Manegold-Anwalt soll der „Bremser“ sein
Kleine Zeitung, 15. 2. 2012, 16

KÄRNTEN INTERN

WOLFGANG RAUSCH

Kabeg-Chefin ist mit brisanter Klage in der LKH-Spitzelaffäre weiter säumig.

Die Hoffnung, dass in der Affäre rund um die Bespitzelung einer Ärztebetriebsversammlung im Klinikum Klagenfurt im Frühjahr endlich die Wahrheit ans Tageslicht kommen würde, war verfrüht. Fast zwei Monate nach dem Auftrag durch die Expertenkommission ließ Kabeg-Vorstandsdirektorin Ines Manegold noch nicht einmal die Klage gegen Ärztekammerpräsident Othmar Haas einbringen. Haas hatte Protokolle an die Ärzteschaft verschickt, welche Manegold in der Spitzelaffäre schwer belasten und im Begleitschreiben angemerkt, dass jene die Öffentlichkeit nach Strich und Faden belogen habe.

Das vom Expertenrat geforderte Verfahren ist deshalb so brisant, weil dort zwangsläufig die „Kronzeugen“ in der Spitzelaffäre aussagen würden. Warum die Klage noch nicht fertig sei, liege laut dem Chef des Expertenrates, Albert Kreiner, sowie laut Kabeg am beauftragten Anwalt. Kreiner vermutet: „Er will sich da keine Blöße geben.“

Beobachter orten hinter dem Schneckentempo freilich einen weiteren Versuch Manegolds, die Causa von einem Gerichtssaal fernzuhalten. Zwei, maximal drei Wochen dauere die Vorbereitung einer solchen Klage, so ein Jurist. Kreiner lässt Manegold aber noch bis zur nächsten Expertensitzung, am 30. März, Zeit.

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