Waffenproduzent Gaston Glock schießt Geld zu

NN: Waffenproduzent Gaston Glock schießt Geld zu
Kurier, 21. 12. 2011, 20

Streik vom Tisch

Der Verein „Rettet das AKH“ hat einen prominenten Spender. Der Waffenindustrielle Gaston Glock, Erfinder der weltweit verbreiteten Glock-Pistolen, überweist den Ärzten in Not 250.000 Euro. „Er finanziert so ein Jahr lang einen Nachtdienst in der Kinderklinik“, bestätigt Betriebsrat Thomas Szekeres.

Doch allen Spenden zum Trotz: Die AKH-Ärzte sind noch nicht zufrieden. Sie fürchten, dass die erreichte Abwendung der Journaldienstreduktionen nur temporär ist und fordern von der Politik eine „nachhaltige Finanzierung“, wie Szekeres am Dienstag nach einer zweiten Betriebsversammlung klarstellte.

Ursprünglich angedrohte Streikmaßnahmen seien aber vom Tisch. Immerhin hatte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) am Freitag eine 9-Millionen-Euro-Geldspritze für eines der größten Spitäler Europas in Aussicht gestellt. Die Finanzierung der Journaldienste ist so bis Sommer 2013 gesichert.

„Das reicht aber nicht, um den Aufnahmestopp zurückzunehmen“, beklagt Szekeres. Zudem müssen die Mittel an den Bund zurückbezahlt werden, da das Geld nur ein Vorgriff auf kommende Budgets ist.

Zumindest auf Glock ist Verlass: Die 250.000 Euro müssen nicht rückerstattet werden. Es handelt sich um eine klassische Spende.

Gerüchteküche Der Waffenproduzent sorgt in mehrerlei Hinsicht für Gesprächsstoff. Einige österreichische Medien berichteten, Gaston Glock sei seit Wochen Patient der Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt-was man dort dementiert.

Glock sei bloß als Investor zu Gast in der Privatklinik, erklärte der ärztliche Leiter, Dr. Georg Lajtai, in einem Interview mit der Kleinen Zeitung Kärnten. Man habe „den großzügigen Spender von Gerätschaften im sechsstelligen Euro-Bereich eingeladen, die Klinik kennenzulernen“. Weiters habe es ein Treffen mit dem fachlichen Team rund um das neue elektrophysiologische Angebot der Privatklinik gegeben. Lajtai: „Zwischen Jänner und März wird die neue Anlage installiert und in Betrieb genommen, sodass die ersten Patienten voraussichtlich ab März 2012 im ,Gaston Glock Zentrum für Invasive Kardiologie und Elektrophysiologie‘ behandelt werden können.“

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