Scheuch in Feierlaune, Manegold unter Druck

Bergmann, A.: Scheuch in Feierlaune, Manegold unter Druck
Kleine Zeitung, 13. 12. 2011, 20

KÄRNTEN INTERN

A. BERGMANN, W. RAUSCH

Uwe Scheuch lädt zur 10-Jahr-Feier./Betriebsrat lässt in der LKH-Spitzelaffäre nicht locker.

Er ist trotz allem in Feierlaune: Im Klagenfurter Großkino CineCity erwartet Landeshauptmann-Vize und FPK-Chef Uwe Scheuch Mittwochabend 300 bis 350 Gäste, Parteifreunde, das offizielle Kärnten, auch Vertreter anderer Parteien. Während zeitgleich die Filme „Breaking dawn -Bis(s) zum Ende der Nacht“ und „Paranormal Activity 3“ laufen, feiert er zehn Jahre in der Politik, davon fünf Jahre in der Landesregierung. Exakt am 14. Dezember vor zehn Jahren wurde er als Landwirtschaftskammer-Vizepräsident angelobt. Natürlich habe er sich die Feier wegen der erstinstanzlichen Verurteilung und dem Warten auf das Verfahren im Frühjahr in Graz überlegt, „doch an der erfolgreichen Arbeit ändert sich nichts“, so sieht es Scheuch. Die Kosten trägt die Partei.

Es klingt nach Vaterschaftsstreit. Albert Kreiner, Leiter der Infrastrukturabteilung des Landes, weist Aussagen in der Kleinen Zeitung zurück, wonach die Wiege der Idee für den Baltisch-Adriatischen-Bahnkorridor nicht Kärnten, sondern Ungarn sei. Die Idee habe laut Kreiner 2004 beim Schienen-Infrastrukturgipfel Süd in Warmbad Villach ihren Ausgang genommen. Das unterstreicht Harald Eicher von der Uni Graz. Er erinnert: 2006 wurde bei einer Veranstaltung in Graz Kreiner von polnischer Seite zu seinem Na-menslobbying gratuliert.

Zäh wie ein Strudelteig sind die Aktivitäten in der Spitzelaffäre rund um Kabeg-Chefin Ines Manegold. Weil er bis gestern vergeblich auf eine Willenserklärung des Vorsitzenden der Expertenkommission, Albert Kreiner, wartete, wurde LKH-Zentralbetriebsratschef Arnold Auer aktiv und verlangte brieflich die Einberufung einer Sitzung des Kontrollgremiums. Kreiner sagt, dass er erst gestern das letzte Dokument erhalten habe. Das überrascht, da jenes vor eineinhalb Wochen von der Ärztekammer an die Expertenriege gegangen sein soll. Auer beharrt darauf: Falls Manegold Ärzte bespitzeln ließ, sei sie untragbar.

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