Die Kabeg-Chef in versinkt im Sumpf der Spitzelaffäre

NN: Die Kabeg-Chef in versinkt im Sumpf der Spitzelaffäre
Kleine Zeitung, 30. 11. 2011, 20f

KÄRNTEN INTERN

Neues Dokument belegt, dass Ines Manegolds Rolle bei der Bespitzelung von Mitarbeitern größerem Kreis bekannt war/ Kabeg zerrt den eigenen Betriebsrat vor das Arbeitsgericht.

Auch der geradezu panikartig abgeschlossene Vergleich mit dem entlassenen Med-Direktor des Klinikums Klagenfurt, Matthias Angrés, Stunden, nachdem dessen Anwalt Zeugen namhaft machte, war letztlich verlorene Liebesmüh. Vergangene Woche wurde ein Gedächtnisprotokoll publik, das Ines Manegold als Auftraggeberin der Bespitzelung einer Ärztebetriebsversammlung

im Klinikum Klagenfurt im Oktober 2010 nennt. Sie hatte das stets vehement bestritten. Wie sich jetzt zeigt, konnte die unangenehme Wahrheit wohl nur mit viel Druck rund ein Jahr unter der Tuchent gehalten werden. In der Kabeg soll Manegolds Rolle von Anbeginn ein offenes Geheimnis gewesen sein. Und wie in der Causa Angres wäre sie nächste Woche wieder vor Gericht zum Thema geworden – im anhängigen Arbeitsgerichtsverfahren mit einer früheren leitenden Angestellten des Klinikums: „Auch im Zusammenhang mit der Abberufung des vormaligen ärztlichen Leiters des Klinikums Klagenfurt wurden zuvor getätigte Aussagen bestritten“, spielte deren Anwalt unverblümt auf die Spitzelaffäre an und nominierte als Zeugen die „Kronzeugen“ bei der Krisensitzung nach dem Angres-Rauswurf: Ex-Betriebsdirektor Herwig Wetzlinger und Primarius Georg Pinter, in deren Gedächtnisprotokoll die Manegold schwer belastenden Passagen finden sowie Kabeg-Personalchef Dieter Errath.

Apropos Arbeitsgericht, wo die Kabeg seit Manegolds Wirken fast schon ein Abo hat: Dort wird nächste Woche am Montag nicht nur in der zuvor zitierten Causa verhandelt werden, sondern steht auch noch ein Duell Kabeg gegen Kabeg auf dem Verhandlungsspiegel. Manegold strengte eine Klage gegen den Vorsitzenden des Betriebsrates in der Kabeg, Bernhard Schaller an, weil jener die Zustimmung zur Demontage eines vormaligen Abteilungsleiters verweigert. Das sagt wohl viel über das Klima im Haus aus….

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