Spitzelaffäre: Manegold am Zug

Kimeswenger, Fritz: Spitzelaffäre: Manegold am Zug
Kronenzeitung, 27. 11. 2011, 14

SP sieht Vertrauen zerstört Viele wussten vom Protokoll, keinen interessierte es

Unter Druck gerät Kabeg-Vorstand Ines Manegold in der Spitzelaff are. Die SP sieht das Vertrauen in die Spitäler-Chefin zerstört, Kritiker fordern die sofortige Einberufung des Expertenrates. Und Ex-LKH-Chef Herwig Wetzlinger wundert sich, weshalb das Protokoll niemanden interessierte. Denn die Existenz war bekannt.

„Ich fordere die sofortige Einberufung der Expertenkommission. Dieses Gremium muss Licht in die Sache bringen“, erklärt SP-Chef Peter Kaiser als Reaktion auf das Protokoll einer Sitzung, in der sich Manegold gebrüstet hat, „vorsorglich einen Informanten in die Betriebsversammlung (der LKH-Ärzte, Anm.) entsandt zu haben.“

Interessant ist in der Spitzelaffäre auch eine Aussage von Ex-LKH-Direktor Herwig Wetzlinger. Demnach habe er dem Vorsitzenden der Expertenkommission, Albert Kreiner, auf dessen Frage hin die Existenz des für Manegold peinlichen Sitzungsprotokolls bestätigt und ihm die Einsichtnahme in der Kanzlei seines Anwaltes angeboten. Wetzlinger: „Das hat aber dann niemanden interessiert.“ Jedenfalls wäre dann nie jemand beim Anwalt aufgetaucht.

Es wäre für Manegold leicht, den Vorwurf zu entkräften, sie habe Untergebene (das sind LKH-Ärzte) bespitzelt. Eine eidesstattliche Erklärung würde reichen. Oder ist das zu gefährlich, weil in der Sitzung zu viele hochrangige Zeugen saßen?

-friki-

VON FRITZ KIMESWENGER

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesundheits-News

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s