Runde zwei im Justiz-Fight Koperna gegen Kabeg

Töchterle, Nina: Runde zwei im Justiz-Fight Koperna gegen Kabeg
Kärntner Tageszeitung, 4. 11. 2011, 16

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand gestern die Fortsetzung des Zivilprozesses von Ex-Kabeg-Manager Thomas Koperna gegen seinen früheren Arbeitgeber statt. Kabeg-Chefin musste als Zeugin aussagen.

Nina Töchterle

Klagenfurt Was genau hinter den für Zuhörer und Journalisten verschlossenen Justiztoren stattfand, wissen nur die unmittelbar Beteiligten: Kläger Thomas Koperna, sein Anwalt Paul Wachschütz, Richterin Ulrike Svetina, der Rechtsvertreter der beklagten Kabeg, Michael Sommer, und Kabeg-Chefin Ines Manegold, die im Zeugenstand Rede und Antwort stehen musste.

Zum Schutz von Patientendaten, die möglicherweise zur Sprache hätten kommen können, schloss die Richterin gestern auf Antrag Sommers die Öffentlichkeit von der arbeitsgerichtlichen Verhandlung, die im Landesgericht Klagenfurt stattfand, aus. Nach der Verhandlung zeigte sich der im August überraschend entlassene Thomas Koperna zuversichtlich: „Nach heute bin ich noch mehr als zuvor davon überzeugt, dass ich den Prozess gewinnen werde“, sagte er.

Allzu schnell wird er sich wohl nicht freuen dürfen. Denn in den wenigen Minuten, ehe die Richterin die NichtÖffentlichkeit der Verhandlung verfügte, fragte sie Kabeg-Anwalt Sommer, ob Bereitschaft zu einem Vergleich bestünde. Dieser bejahte das prinzipiell, meinte aber, dass es an Koperna liege, ein Angebot vorzulegen.

Die Richterin reagierte erstaunt. Denn: Üblicherweise macht die beklagte Partei einen Vergleichsvorschlag. Richterin Svetina verfügte weiters, dass Manegold binnen 14 Tagen dem Gericht sämtliche E-Mails, die sie zwischen Oktober 2010 und Juni 2011 mit Koperna austauschte, vorlegen muss.

Die Vorgeschichte

Am 11. August hatte die Kabeg bekannt gegeben, dass der bis dahin als Leiter der Stabsstelle zur Leistungsplanung beschäftigte Koperna fristlos entlassen sei. Zu den Gründen hielt man sich seitens der Kabeg bedeckt. Albert Kreiner, der Chef der Kabeg-Expertenkommission, sagte lediglich kryptisch, Koperna habe Leistungen nicht im erforderlichen Umfang erbracht.

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