Empörung bei Ärztekammer

NN: Empörung bei Ärztekammer
Kärntner Tageszeitung, 10. 11. 2011, 11

„Massiver Ettikettenschwindel“ werde durch Novelle zum Kranken- und Kuranstaltengesetz ermöglicht, heißt es.

Klagenfurt Die Ärztekammer ist über eine geplante Gesetzesnovelle die Spitäler betreffend empört. Der Entwurf zum Kranken- und Kuranstaltengesetz (KAKuG) biete die Möglichkeit zu „massivem Etikettenschwindel“, kritisierte Harald Mayer, Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer. Er warnt davor, weil etwa eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung nicht mehr von Gesetzes wegen notwendig sein werde.

Die Spitäler sollen ihr Leistungsangebot nach den Plänen von Gesundheitsminister Alois Stöger stärker am tatsächlichen Bedarf in einer Region orientieren können. Einzelne Fachabteilungen müssen damit nicht mehr rund um die Uhr offenhalten, einzelne Leistungen können auch in Tages- oder Wochenkliniken ausgelagert werden. Bereits im abgelaufenen Begutachtungsverfahren war von der Ärztekammer heftige Kritik gekommen. Das Gesetz werde verkauft als Qualitätsverbesserung und Sicherung der peripheren Versorgung – „lauter leere Worthülsen“, findet Mayer. So werde es vielleicht dann in einer HNO-Abteilung nur dreimal in der Woche einen HNO-Arzt geben.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesundheits-News

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s