„Zerstrittener Ärzte-Haufen“

NN: „Zerstrittener Ärzte-Haufen“
Kleine Zeitung, 5. 11. 2011, 7

Stöger greift an:

Gesundheitsminister verteidigt Elga-Pläne.

WIEN. So bald als möglich will Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) dem Ministerrat das Gesetz zum elektronischen Gesundheitsakt (Elga) vorlegen. Der Entwurf werde derzeit überarbeitet. Mit der Wiener Ärztekammer, die mit Inseraten gegen seine Pläne mobilisiert, geht Stöger hart ins Gericht: Er spricht von einem „zerstrittenen Haufen von Ärzten“, die das Projekt aus „ökonomischen Interessen“ bekämpfen würden.

Elga sieht eine Vernetzung der bereits bestehenden Datenbanken mit Patienteninformationen vor. Über die E-Card sollen Ärzte alle medizinisch wichtigen Patienteninformationen abrufen können. Dadurch sollen Doppeluntersuchungen ebenso vermieden werden wie unnütze oder gar gefährliche Rezepte. Im Vollbetrieb könnten dadurch laut Stöger jährlich 129 Millionen Euro eingespart werden – was den Kosten für die Einführung des neuen Systems bis 2017 entspräche. Stöger: „Das ist keine Show, das sind konservative Berechnungen.“

Die notwendige Gesetzesänderung hätte am Dienstag im Ministerrat beschlossen werden sollen. Allerdings bremst neben der Ärztekammer auch Koalitionspartner ÖVP. Gesundheitssprecher Erwin Rasinger nennt Stögers Kostenrechnung „haltlos“ und „durch nichts bewiesen“.

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