Ärztekritik lässt Spitäler-Chefin kalt: „Werden Nebeniobs prüfen“

Kronenzeitung, 7. 10. 2011, 18

Versorgung bleibt Streitthema

Neue Hilfe für Patienten

VON THOMAS LEITNER

Die Chefin der Kärntner Landesspitäler, Ines Manegold, geht nach der Kritik der Ärztekammer in die Offensive. Spitalsärzte klagen ja über den Sparkurs, ausufernde Dokumentationspflicht, Fachärztemangel und Überlastung. Der letzte Punkt ist für Manegold Folge von Nebentätigkeiten: „Wir werden das genau prüfen.“

Neu ist im Klinikum Klagenfurt seit dieser Woche das Pilotprojekt „Case Management“. Künftig sollen 12 Mitarbeiter die Patienten von der Diagnose über den Krankenhausaufenthalt bis zur „Reha“ durch den „Spitals-Dschungel“ begleiten.

Im Hintergrund bleibt das Gesundheitswesen weiterhin Streitthema. Über die Kritik der Spitalsärzte zeigt sich Manegold verwundert und tut diese als Parolen im Ärztekammer-Wahlkampf ab.

Denn die Abwanderung der Ärzte (die Fluktuation liegt bei drei bis vier Prozent) in Kärnten sei im Vergleich eher gering. Drohender Fachärztemangel und Engpässe seien kein Problem. „Wir haben uns neu organisiert. Auch bei den Turnusärzten gehen wir neue Wege“, weiß der ärztliche Leiter, Bernd Stöckl.

Aktiv gearbeitet wird derzeit an den Problemen bei der strengen Dokumentationspflicht. Manegold sieht aber auch die Nebentätigkeiten einiger Ärzte als Grund für Überlastung. So gehe einer ihrer Kritiker gleich drei Nebenjobs nach.

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