Kärntner Ärzte üben sich im Aktionismus

Österreich, 5. 10. 2011, 20

Zu wenig Geld, zu wenige Jungärzte

Krankenhausbetreiber KABEG will von schlechter Situation nichts wissen.

Klagenfurt. Heftig geht es zu in der Debatte um die Qualität der medizinischen Versorgung in Kärnten. Nachdem in den letzten Wochen sowohl Vertreter der Ärztekammer als auch die Patientenanwaltschaft schlechter werdende Arbeitsbedingungen und damit Versorgung beklagt haben, kam es am Montag zu einem heftigen Schlagabtausch mit der KABEG, des sich im Landesbesitz befindlichen Krankenhausbetreibers.

Aktionismus. Die Ärztekammer stellte ein Manifest vor, in dem alle Probleme aus ihrer Sicht beschrieben werden. Weiters kündigte es Maßnahmen an:

Alle Spitalsärzte werden ab sofort Namensschilder mit der Aufschrift „Wir machen keine Politik, wir machen Sie gesund“ tragen. Und an der Ärztekammer-Fassade zeigt eine Uhr an, wie viele Stunden die Ärzte für die Kärntner im Einsatz sind. Derzeit hält sie bei 3 Millionen Stunden, am Jahresende sollen es 4 Millionen sein.

Reaktion. Prompt reagierte darauf die KABEG-Leitung. Nachdem sie im September bereits ähnliche Kritik als „unnötige Beunruhigung der Bevölkerung“ abgetan hatte, griff Vorstandsdirektorin Ines Manegold Ärztekammerpräsidenten Haas an und unterstellte ihm Profilierungsabsichten für die anstehende Kammerwahl.

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