EU-Projekte sichern Qualität

Kärntner Tageszeitung, 21. 9. 2011, 18

Das LKH Villach ist ein Vorreiter im Bereich der EU-geförderten Projekte. Natürlich spielt bei der Umsetzung von Projekten im Kabeg-Spital die überregionale Zusammenarbeit eine wichtige Rolle.

Das Landeskrankenhaus Villach ist mit seinem Engagement, mit Unternehmen und Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen europaweit zusammenzuarbeiten, einer der Vorreiter im Bereich EU-geförderter Projekte in Kärnten. Seit fast einem Jahrzehnt wird auf diese Weise den aktuellen Entwicklungen Rechnung getragen. „Ressourcenknappheit und mehr Mobilität sowohl bei Patienten als auch bei den Mitarbeitern – das sind die größten Herausforderungen, denen sich Krankenhäuser heutzutage stellen müssen“, erklärt LKH-Betriebsdirektor Mag. Karl Wulz. „In Villach kommt natürlich auch noch die Lage im Mittelpunkt dreier Kulturen und Länder, also Kärnten, Italien und Slowenien, dazu“, ergänzt Wulz. Bereits 2005 wurde von diesen Regionen eine eigene interregionale Institution gegründet -die Sanicademia, deren Sitz am LKH Villach ist. Sie hat die Aufgabe, Projekte zu koordinieren, strategisch zu planen und Weiterbildungsmaßnahmen für im Gesundheitswesen Tätige zu entwickeln.

Einzigartig in Europa

Besonders stolz ist man auf die internationalen Ausbildungen, die entwickelt wurden. So findet neben dem im Herbst, startenden Masterkurs für „Qualitätsmanagement in den europäischen Gesundheitssystemen“ auch ein Lehrgang zum klinischen Risikomanagement statt. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen mehrerer Länder und die grenzübergreifende Anerkennung sind in dieser Form in Europa einzigartig.

Mehrwerte schaffen

Daneben laufen in den Kabeg-Krankenhäusern weitere EU-Projekte. Man ist bemüht, Mehrwerte für Mitarbeiter und Patienten zu schaffen. „Patienten, Mitarbeiter, Qualität, Vernetzung und administrative Abläufe sind Bereiche, an denen intensiv gearbeitet wird“, erklärt Kabeg-Vorstandsdirektorin Dipl.-Kff. Ines Manegold. Das derzeit in der Pilotphase befindliche Projekt ALIAS beschäftigt sich etwa mit dem Problem, dass bei ungeplanten Behandlungen im Ausland oft nicht auf die Krankengeschichte zugegriffen werden kann. Unerkannte Allergien und Wechselwirkungen können so zum Problem werden. Der Austausch von Fachmeinungen zwischen Ärzten steht im Fokus des Projekts, an dem neben Kärnten auch

Deutschland, Frankreich, die Schweiz, Slowenien und Italien beteiligt sind. Direkten Nutzen für Patienten mit chronischen Erkrankungen bringt das Projekt „Renewing Health“, bei dem Diabetiker und COPD-Betroffene eHealth-Lösungen zu Hause nutzen können. Indes spricht „In form“ Kinder und Jugendliche mit Fettleibigkeit an. Prävention und Therapie, aber auch gesundes Essen und Entwickeln von Spaß an körperlicher Betätigung sind die Kernpunkte des Projekts. „Hier wurde ein lokales Konzept auf die EU-Ebene gebracht“, erklärt Univ. Prof. Prim. Dr. Robert Birnbacher, Vorstand der Kinderabteilung am LKH Villach und Leiter des Projektes.

Viele Projekte in Planung

Neben aktuellen Themen wie der neuen EU-Richtlinie bleibt der Kernbereich weiterhin die enge Zusammenarbeit in der Alpen-Adria-Region. Wie wichtig dies auch der Politik ist, zeigt das Treffen der Gesundheitslandesräte von Kärnten, Friaul, Veneto und der Lombardei im Rahmen des 3. Internationalen Kongresses für Qualitätsmanagement, der von 22. bis 23. September in Villach stattfindet.

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