Kabeg-Prozess endet mit einem Vergleich

Wirtschaftsblatt, 8. 9. 2011, 7

KÄRNTEN

Klagenfurt. Der Arbeitsprozess zwischen Dieter Mandl, Kurzzeit-Vorstand der Kärntner Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft (Kabeg), und seinem ehemaligen Arbeitgeber am Klagenfurter Landesgericht ist mit einem Vergleich beendet worden. Über die Einzelheiten wurde zwischen den Streitparteien Stillschweigen vereinbart, berichtet die Kärntner Woche. Mandl hatte ursprünglich 750.000 € gefordert, die Kabeg 300.000 € geboten. Dem Vernehmen nach hat man sich letztlich auf 300.000 € und die Teilung der Verfahrenskosten geeinigt.

Mandl wurde im März 2008 mit den Stimmen der Kärntner Freiheitlichen (damals BZÖ) zum Kabeg-Chef gewählt, nachdem der Vertrag seines Vorgängers Franz Sonnberger nicht verlängert worden war. Sonnbergers Verlängerung war an einem Nein der SPÖ zu dessen Gehaltsvorstellungen gescheitert.

Bereits nach wenigen Wochen begann der Wirbel, als Mandl den damaligen medizinischen Direktor Thomas Koperna, den kaufmännischen Direktor Herwig Wetzlinger und dessen Stellvertreterin Claudia Scharm-Groicher suspendierte. Diese Suspendierungen wurden später wieder zurückgenommen. Mandl selbst wurde vom Aufsichtsrat am 16. September 2008 abberufen. Seither forderte er eine „Kündigungsentschädigung“.

(apa)

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