LKH Wolfsberg geht in die Offensive. Die Lage spitzt sich zu: Streik im Spital!

Kärntner Krone, cf. 19.10.2011

Im LKH Wolfsberg gärt es. Viele Mitarbeiter fürchten, dass die Kabeg-Manager das Lavanttaler Spital „aushungern“ wollen. Besonders dramatisch sei es an der Unfallchirurgie, wo zwei Ärzte nachbesetzt werden müssen. Gibt es nicht bald eine Entscheidung, droht sogar ein Streik!

Seit langem wird darüber spekuliert, dass die Unfallchirurgische und die Gynäkologische Abteilung am LKH aufgelassen werden sollen. „Die Lage spitzt sich zu. Seit Jahresbeginn wissen die Spitalsmanager, dass Ende November zwei Ärzte benötigt werden. Aber es tut sich nichts“, sagt Betriebsrat Manfred Pichler.

Eine Assistenzärztin hört auf und Unfallchirurgie-Chef Dr. Klaus Samlicki geht in Pension. Pichler: „Wie sollen wir den Betrieb mit weniger Ärzten und mehr Patienten weiter führen?“ Mit fünf Fachärzten könne das Leistungsprofil nicht mehr erhalten werden. Die Folge: Es könne täglich nur ein Operationssaal betrieben werden, in der Ambulanz nur ein Arzt Dienst machen. Pichler: „Das würde unzumutbare Wartezeiten bedeuten.“ Außerhalb der Dienstzeiten könnte es nur noch Notfallversorgung geben. Pichler: „Alle unsere Anfragen beim Management wurden bisher ignoriert.“

Kabeg-Sprecherin Kerstin Wrussnig lapidar: „Zum gegebenen Zeitpunkt werden wir bekanntgeben, wie es weitergehen soll.“

Die Belegschaft, immerhin 800 Mitarbeiter, will das Schweigen aber nicht länger hinnehmen. Pichler: „Wenn wir bis Ende dieser Woche keine Antwort haben, dann gibt es Streik!“

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