Ein Jahr Kabeg-Gesetz…

Kärntner Tageszeitung, 5. 9. 2011, 14

Über ein Jahr ist es nun her, dass FPK und ÖVP gemeinsam ein Gesetz zur Verbesserung des Gesundheitssystems Kärntens lautstark jubelnd beschlossen haben. Nun wäre es an der Zeit, dass Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Scheuch ein Resümee zieht. Doch die Part-of-the-game-Geschichte von Bruder Uwe verschlingt anscheinend alle Ressourcen. Fakt ist: Horrende Anwaltsund Beraterkosten, Bespitzelungsaffäre, keine einzige Erfolgsmeldung aus dem Kabeg-internen „Change-Prozess“, die zentrale Verwaltung wurde zu einer Hochburg für FPK-ÖVP-Parteigänger aufgebaut, in welcher sich schon über dreihundert Verwaltungsmitarbeiter tummeln (vor einem Jahr waren es nicht eimal fünfzig; zur Erinnerung: Scheuch & Co. beteuern immer wieder, in der Verwaltung und nicht in der Medizin sparen zu wollen, und beschlossen das Gesetz mit dem Motto „Politik raus aus der Kabeg“ – umgesetzt wird das Gegenteil), der „Kopf“ vieler strategischer Maßnahmen (Dr. Koperna) wurde von Dipl.-Kff. Manegold fristlos entlassen (halten wird’s kaum und uns Kärntner wohl wieder sehr teuer kommen), Masterplan = Desasterplan -und aktuelle Patientenströme weisen einen Rückgang in fast allen Landeskrankenanstalten auf. Warum wohl? Vielleicht weil ob des Organisations- und Kompetenzchaos, das intern seit über einem Jahr herrscht, es zur Chefsache erklärt werden muss, dass WC-Piktogramme aufgeklebt werden (Ines Manegold, „Kronen Zeitung“ vom 21. August)… Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich weiterhin aufopfernd um das Wohl der Patienten kümmern, sind sicherlich nicht schuld daran.

Franz Weber. Rennsteiner Straße 24, 9500 Villach

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