Erste Folge der Skandale: Neuer starker Mann kommt Wetzlinger wird stellvertretender Direktor

APA: Erste Folge der Skandale: Neuer starker Mann kommt Wetzlinger wird stellvertretender Direktor. Die Presse, 12. 8. 2011, 9.

Neubesetzung. AKH-Direktor Reinhard Krepier bekommt mit dem ehemaligen kaufmännischen Direktor des LKH Klagenfurt einen Stellvertreter – er soll sich um wirtschaftliche, finanzielle und,technische Aufgaben kümmern.

[WIEN/APA]

Das Wiener AKH, das zuletzt wegen Korruptionsvorwürfen laufend in die Schlagzeilen geraten ist (siehe oben stehenden Artikel); bekommt einen neuen stellvertretenden Direktor. Der frühere kaufmännische Direktor des Landeskrankenhauses Klagenfurt, Herwig Wetzlinger, wird sich um wirtschaftliche, finanzielle und technische Angelegenheiten in Österreichs größtem Krankenhaus kümmern.

Dies ist als erste Antwort auf die jüngsten Skandale rund um Vergaben zu verstehen – und auf Kritik an mangelnder wirtschaftlicher Führungskraft des bisherigen alleinigen Direktors Reinhard Kreplers. Er selbst hatte zuletzt mehrfach den Wunsch geäußert, einen Stellvertreter zu bekommen, der unter anderem für das in jüngster Zeit ins Schussfeld geratene Vergabemanagement zuständig ist. Die betreffende Person sei allerdings keineswegs als „Aufpasser“ zu verstehen, so Kepler.

In Klagenfurt ausgebootet

Mit Wetzlinger tritt ein erfahrener Krankenhausmanager an, um den es zuletzt aber auch Aufregung gab. So wurde er im März in Klagenfurt trotz gültigen Vertrags als Betriebsdirektor abberufen – obwohl zahlreiche Spitzenkräfte des Klinikums an den Krankenhausträger Kabeg appelliert hatten, Wetzlinger im Amt zu belassen.

Die Kabeg-Expertenkommis-sion sprach von einem „Bedarf an Neuorientierung“. Zuvor hatte er als kaufmännischer Direktor den Neubau des Klinikums Klagenfurt verantwortet – ohne Skandale und ohne Kostenüberschreitung. Dennoch kam es zur Abberufung, kurz danach musste er bereits sein Büro räumen – hinter vorgehaltener Hand war von Mobbing die Rede.

Wetzlinger hatte nach seiner Abberufung erklärt, dass sein Vertrag „explizit nicht aufgehoben“ worden sei, sondern noch bis Ende 2012 gelte. Dass er den Vertrag vorzeitig beenden will, hatte er bereits kurz danach angekündigt, ebenso, dass es im Herbst „eine Veränderung“ geben werde.

Wetzlinger studierte an der Technischen Universität Graz Elektrotechnik. Seit 2002 war er als kaufmännischer Direktor des Landeskrankenhauses Klagenfurt für technische, wirtschaftliche und  administrative Angelegenheiten verantwortlich. Zuvor leitete er unter anderem bei der Verbund AG die Abteilung Informatik- und Anwendungstechnik und war von 1986 bis 1995 als Projektmanager in der Österreichischen Draukraftwerke AG tätig.

Amtsantritt am 1. September

Seinen Posten als stellvertretender Direktor des AKH wird Wetzlinger am 1. September antreten. Ausgeschrieben wurde der Posten bereits im vergangenen April, wobei mit der Ausschreibung ein externes Beratungsunternehmen betraut wurde, wie der KAV am Donnerstag betonte. Insgesamt haben sich 37 Interessenten beworben.

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