KABEG-Zentralbetriebsrat trifft „Solidarisch G’sund“: Besprechung von Streik und Arbeitskampf

Bericht vom Treffen am 30. Juni 2011 von 11:00 bis ca. 11:45 Uhr, verfasst am 22.7.2011, unter Rücksprache mit dem KABEG-Zentralbetriebsrat (ZBR).

Von Seite des BR waren anwesend: ZBR Arnold Auer sowie Kollegen Stv.BR-Vorsitzender David Radecsy und Wolfgang Thullmann

„Solidarisch G’sund“ war mit Eva Aichholzer (ATTAC) und Walther Schütz (ÖIE-Kärnten / Bündnis für Eine Welt) vertreten.

Ausgehend vom  Offenen Brief „Für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen – STREIK!“, abgeschickt am 8.6.2011, haben wir uns im Büro des ZBR im Klinikum Klagenfurt getroffen. Nachfolgend einige Punkte, die das Gespräch ergab:

1.      Das Treffen war das erste seiner Art und fand in kollegial-freundlicher Atmosphäre statt.

2.      In der Beurteilung der einzelnen Erscheinungen in der scheibchenweisen Degradierung / Privatisierung / Auslagerung eines öffentlichen Gesundheitssystems besteht durchaus Einigkeit. Auer und Kollegen haben hier einen sehr guten und detaillierten Einblick (z.B. im Bereich Dialyse), ein Austausch über einzelne Entwicklungen wäre sicher fruchtbringend.

3.      Über tieferliegende Ursachen dieser Phänomene (ausbleibende Einnahmen etc.) haben wir uns nicht unterhalten.

4.      Hinsichtlich der Kampfmaßnahme „Streik“ bestehen starke Bedenken von Seiten des BR. Als Argumente werden genannt: die Gefahr, dass bei einem Schaden eines Patienten / einer Patientin den Streikenden die Schuld zugewiesen werde. Außerdem habe das Mittel Streik eine schwer zu kontrollierende Eigendynamik. Weiters habe auch eine breite Mobilisierung wie in der Steiermark wenig Erfolg gehabt (Anm seitens „Solidarisch G’sund“: dort gab es allerdings keinen Streik).

5.      Insgesamt zeigt sich der BR über unsere Initiative gut informiert, eine der BR’innen ist ja bei den Treffen von „Solidarisch G’sund“.

6.      Bei einer Veranstaltung im Herbst zu den Auseinandersetzungen in anderen Bundesländern werde uns der BR prinzipiell unterstützen (durch Bewerbung etc.), „Solidarisch G’sund“ wird dem BR bei Zeiten die Detailinformationen zusenden.

7.      Prinzipiell werden ein weiteres In-Verbindung-Bleiben und eine gegenseitige Unterstützung vereinbart.

8.      Resüme: Es war dies ein erstes Kennenlernen und damit ein wichtiger positiver Schritt für mögliche zukünftige Kooperationen. Der Natur eines solchen Treffens gemäß wurde nicht ins Detail gegangen (in dem ja bekanntermaßen so mancher „Teufel“ stecken kann, wie schon der Volksmund weiß).

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “KABEG-Zentralbetriebsrat trifft „Solidarisch G’sund“: Besprechung von Streik und Arbeitskampf

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