Mandl und die Kabeg pokern weiter um 750.000 Euro

Cijan, Rudolf: Mandl und die Kabeg pokern weiter um 750.000 Euro. Kurier, 18. 3. 2011, 22f.

Kärnten

Wieder ein prominenter Zivilprozess am Landesgericht Klagenfurt: Dieter Mandl, 67, Kurzzeit-Vorstand der Spitalsholding Kabeg, hat eine „Kündigungsentschädigung“ in Höhe von 750.000 Euro eingeklagt.

Das Verfahren zieht sich schon zwei Jahre dahin. Richterin Gudrun Slamanig war daher erneut um einen Vergleich bemüht. Doch die Vorstellung von Kläger und beklagter Partei klaffen zu weit auseinander. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Angebot von 300.000 Euro erhöht wird“, sagte Anwalt Robert Kugler namens der Kabeg. Norbert Nagler als Anwalt von Mandl hatte zuvor erklärt: „Wir könnten uns zwischen 300.000 und 750.000 treffen.“

Langes Verfahren

Aber selbst der Hinweis der Richterin, dass es „im Urteil keinen Mittelweg, sondern nur ja oder nein geben kann“, dass „bei den vielen Politikern als Zeugen das Verfahren sehr lange dauern kann“, ließ die Streitparteien nicht zur Vernunft kommen.

Gestern waren vier Politiker geladen. Ex-Kabeg-Aufsichtsrat-Vorsitzender Martin Strutz, sein Nachfolger Kurt Scheuch (beide FPK) und Stephan Tauschitz (VP) – ließen sich entschuldigen.

Blieb Gesundheitsreferent Peter Kaiser (SP), der die Gründe darlegte, warum Mandl am 16. September 2008 abberufen wurde: „Der Aufsichtsrat musste aus den Medien erfahren, was in der Kabeg lief. So konnte es nicht weiter gehen. Wir mussten handeln.“ – Vertagt.

Rudolf Cijan

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