Der neue Klinikum-Direktor: „Ich werde das Visier hochklappen“

Kakl, Horst: Der neue Klinikum-Direktor: „Ich werde das Visier hochklappen“. Kärntner Tageszeitung, 10. 3. 2011, 12.

Roland Peters leitet nun die betrieblichen Geschicke des Klinikums Klagenfurt. Im Interview mit der KTZ nennt er seine dringlichsten Vorhaben. Die Vorfälle der letzten Zeit bedauert er.

Horst Kakl

Klagenfurt. Er übernimmt das (wirtschaftliche) Steuer des Klinikums bei turbulentem Wellengang. Roland Peters, einst Büroleiter beim damaligen SPÖ-Landeschef Peter Ambrozy, zuletzt kaufmännischer Direktor der Gailtalklinik, wechselt als Betriebsdirektor an das Klinikum Klagenfurt (wir berichteten). Sein Vertrag ist vorerst bis Ende 2012 befristet.

KTZ: Was werden Sie anders machen als Ihr Vorgänger Herwig Wetzlinger?

Peters: Wir werden den neuen organisatorischen und strukturellen Zusammenführungen im Haus Rechnung tragen. Ich weiß nicht, wie sich das von Wetzlinger unterscheidet. Das Ziel ist, wie es der Gesetzgeber vorsah: Zusammenführungen machen, das ist die Linie. Die werden wir gemeinsam mit der neuen Führung umsetzen.

Sind die budgetären Klinikum-Vorgaben einhaltbar?

Peters: Ich halte sie grundsätzlich für einhaltbar. Wir erheben jetzt den Status und müssen ihn mit den Vorgaben des Landes und der Kabeg abgleichen. Dann werden wir die konkreten Schritte beraten und festlegen.

Der Zeitpunkt des Wechsels des Betriebsdirektors wird teilweise heftig kritisiert. Halten Sie ihn für richtig?

Peters: Wann ist ein guter Zeitpunkt, wann ein schlechter? Fakt ist, der Kabeg-Verbund ist in einem Reformierungsprozess, dem größten seit der Auslagerung 1993. Er betrifft alle Häuser, natürlich auch das Klinikum. Die Veränderungen müssen laufend passieren, die Betriebsführung ist zu überarbeiten, Kinderkrankheiten im Klinikum sind aufzuarbeiten.

Zuletzt wurde von Fällen berichtet, in denen man dem Klinikum Behandlungsfehler vorwarf. Auch vor diesem Hintergrund: Wie berurteilen Sie die Situation des Spitals?

Peters: Die Entwicklungsmöglichkeit des Klinikums ist eine große Chance für das Kärntner Gesundheitswesen. Diese Fälle sind bedauerlich und müssen künftig vermieden werden. Aber: Hunderttausende Fälle werden zur Zufriedenheit abgearbeitet. Diese bedauerlichen Fälle spiegeln nicht die Leistungsmöglichkeiten des Hauses wider. Viele Mitarbeiter vollbringen Bestleistungen. Ich werde darauf schauen, eine neue Kommunikationsform mit den Medien zu finden, ich will das mit offenem Visier machen.

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