Ein Gesundheitssystem statt neun

NN: Ein Gesundheitssystem statt neun. Kärntner Tageszeitung, 2. 3. 2011, 14.

Ende der Woche startet die Gesundheitsreferentenkonferenz zum Thema Spitalsreform in Bad Schallerbach. Derzeit sind die Referenten uneins.

Klagenfurt. Österreich braucht nicht neun Gesundheitssysteme, sondern ein zentrales, und dessen Entscheidungskompetenzen soll beim Bund gebündelt werden, machte Gesundheitsreferent Peter Kaiser deutlich. Kaiser nimmt damit Bezug auf ein Papier, das vom gegenwärtigen Vorsitzenden der Landeshauptleutekonferenz, Josef Pühringer, im Vorfeld der Gesundheitsreferentenkonferenz am Freitag veröffentlicht wurde. Pühringer fordert darin unter anderem eine Veränderung des Gesundheitssystems sowie ein Bonus-Malus-Anreizsystem für Patienten. „Die Planung, Steuerung und Finanzierung im Gesundheitsbereich sollte beim Bund liegen, der Vollzug bei den Ländern“, so Kaiser, der eine mögliche Aufweichung qualitativer Kriterien ortet, so denn die Länder mehr Kompetenzen erhielten. Weiters betonte der Landesrat die Wichtigkeit von Spezialisierungen einzelner Krankenanstalten, um de-. ren Fortbestand zu garantieren. Als Beispiel nannte er die Lymphklinik in Wolfsberg. Kaiser folgt mit seinen Ansichten denen seines „Vorgesetzten“ Alois Stöger, auch dieser will Planung, Steuerung und Finanzierung in der Hand des Bundes sehen. Ob Pühringer die Gesundheitsreferenten der Länder hinter sich vereinen kann, wird sich weisen. Die Bundesgesundheitskommission tritt am 1. April zusammen -dann soll über eine umfassende Reform des Österreichischen Systems verhandelt werden.

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