Strutz interveniert für Deutsche und beschimpft Kärntner Spitäler

Kimeswenger, Fritz: Strutz interveniert für Deutsche und beschimpft Kärntner Spitäler . Kronenzeitung, 15. 2. 2011, 13.

Lukrativer Auftrag für die elektronischen Gesundheitsakten

Tief in die Schmutzkiste hat der FPÖ-Mandatar und Strache-Stellvertreter im Parlament, Martin Strutz, in einem Schreiben an Kabeg-Chefin Ines Manegold gegriffen. Strutz interveniert darin für eine deutsche Firma und beschimpft die Kärntner Spitäler. In diesen Spitälern würde es gewaltig stinken, so Strutz sinngemäß.

Seit 2006 wird in Österreich über die elektronische Gesundheitsakte für Patienten, kurz ELGA, diskutiert. Seit 2009 ist die Elga GmbH dafür verantwortlich, die den Bund, die Sozialversicherungen und alle Länder umfasst… Ein Millionengeschäft, das auch die deutsche „VEPRO“, ein Unternehmen mit Zweigsitz im Lavanttal und spezialisiert auf Medizin-Software, lockt. Am 6. Dezember kam es zum Treffen zwischen Kabeg-Managern und VEPRO-Chefs. Danach verfasste Strutz ein Protestschreiben an Manegold. Weil nämlich die Kabeg-Vertreter kein Interesse gezeigt hatten. Strutz im O-Ton (siehe unten): „In einigen Gesprächen mit Mitarbeitern unterschiedlicher Krankenhäuser .. scheint es … so zu sein, je mehr man den Deckel des IT-Topfes öffnet, desto unangenehmer werden die Gerüche.“ Auch hätten die Kabeg-Leute in „selbstgefälliger und schullehrerhafter Art das VEPRO-Pro-jekt abgelehnt.“ Strutz fordert von Manegold in einem persönlichen Gespräch Antwort auf die Frage, ob er unterstützend tätig sein könne. Martin Strutz zur „Krone“: „Ich arbeite als Berater für die VEPRO und war enttäuscht.“ Kabeg-IT-Chef Rainer Harpf: „Wir brauchen das VEPRO-System nicht.“

Fritz Kimeswenger

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